Für Ersten Kreisbeigeordneten Peter Niederstraßer (FWG) war es eine schallende Ohrfeige: Der hessische Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) hatte im April den zweiten Mann im Kreishaus in Sachen Atemwegserkrankungen zurückgepfiffen und zu einem klärenden Gespräch gebeten. Die Runde hat nach WLZ-FZ-Informationen bereits am 11. Mai stattgefunden. Was dort besprochen wurde, bleibt jedoch das Geheimnis des Ersten Kreisbeigeordneten, der sich seitdem auffällig in Schweigen hüllt: Zum Ergebnis könne er nichts sagen, ließ Niederstraßer am Mittwoch über seine Sekretärin mitteilen. Hintergrund der ministeriellen Grätsche: Der Erste Kreisbeigeordnete und die Koalition aus CDU, FWG und FDP hatten nach der Vorstellung der KV-Daten im Februar Forderungen nach weiteren Untersuchungen – etwa Lungenfunktionstests bei Kindern – eine Absage erteilt. Sie seien kaum noch zu rechtfertigen. Der Gesundheitsminister sah das anders: Die vorgelegten Daten der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) seien aus fachlicher Sicht als wenig belastbar einzustufen, um verlässliche Aussagen über mögliche Auffälligkeiten von Atemwegserkrankungen bei Kindern in Korbach zu erhalten, so Banzer in einem Brief an Niederstraßer. Auch Professor Dr. Erich Wichmann, früherer Gutachter des Regierungspräsidiums im Genehmigungsverfahren über das Müllheizkraftwerk, hat grundsätzliche Zweifel an der Verwertbarkeit von kassenärztlichen Diagnosedaten. Der Münchener Umweltmediziner und Physiker verweist gegenüber der WLZ-FZ auf eine Übersichtsarbeit (Schubert, Ihle, Köster: Die Verwendung von GKV-Diagnosen in der Sekundärdatenforschung) zur Qualität von Daten der Kassenärztlichen Vereinigungen. Die Autoren sehen der Aussagekraft enge Grenzen gesetzt. Die alleinige Nennung einer Diagnose bedeute noch nicht, das die Krankheit tatsächlich vorliege – nicht zuletzt, weil die angegebenen Diagnosen den Ärzten zur Begründung der abzurechnenden Leistungen dienten. Die Daten müssten daher unter anderem auf Plausibilität überprüft und mit weiteren Zahlen abgeglichen werden. Mit gleichen Argumenten hatte bereits das Waldecker Ärztenetz die Aussagekraft der Auswertung angezweifelt.
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Kommentare
nix sagen Privatfernsehen – 14.06.10
Wenn Herr Niederstraßer nichts sagt, dann könnte die WLZ ja mal Herrn Banzer fragen, was denn so besprochen wurde. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden???? Tanja Krienen – 14.06.10
Welch ein origineller Beitrag meines Vorschreibers. Selbstverständlich gibt es einen Kilmawandel - jeden Tag, aber vor allem wird es seit Jahren KÄLTER! Alles andere ist Propaganda. Und Koralleninseln WACHSEN, sie gehen bei steigendem Wasserspiegel (ebenfalls völlig unbewiesen) NICHT unter. Und Biokost ist auch NICHT besser als andere. Der Ökosozialismus zieht dank der medialen Vertreter alle Register seiner Propaganda - stimmige Inhalte sind selten.In der Tat sind sehr viele Grüne, die ich kennenlernte, starke Raucher. Es ist bei Gutmenschen oft so, dass sie sich selbst und ihre Schwächen am Meisten bekämpfen, in dem sie anderen etwas unterstellen, um es dann sinnbildlich anzuprangern. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Krienen Privatfernsehen – 12.06.10
Es bestätigt sich: Tanja Krienen lässt sich von Argumenten nicht beim Meckern behindern! Was erfahren wir noch? Sie scheint eine ausgeprägte Grünen-Phobie zu haben. Grüne sind für sie noch schlimmer als Quecksilber in der Atemluft. Hey, wer von euch Grünen hat sie so geärgert? Womit? Seid ihr die Leute, die bei ihren Kindern rauchen? Die kriegt sich gar nicht mehr ein. Also, liebe Grüne, ihr Kettenraucher, ihr schlimmen, Tanja K sieht jede Zigarette, mit der ihr eure Kinder vollqualmt. Und dann duldet Banzer noch die Geschlechtsumwandlung. Und Klimawandel gibts auch nicht, seht das doch mal ein. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenQuecksilber Tanja Krienen – 12.06.10
Besagte Story zur skandalösen Geschlechtsumwandlung von Kindern, die Herr Banzer duldet, hat schon Herr Günter Jauch medial durch die Welt gepustet, leider nicht mit allen Fakten.Ja, ich kenne Quecksilber. Es ist das, was uns eine fatale ökosozialistische Politik in die Stuben bugsierte, nachdem sie die bewährte Glühlampe durch eine weitere "Bereicherung" in ein Experiment besonderer Güteklasse ersetzte. Die Klimawandelhysterie korrespondiert direkt mit jener, die man in Korbach bezogen auf das Heizkraftwerk erlebt.
Würde im Umfeld der Grünen selber weniger geraucht werden, wären die Kinder der Grünen Klientel auch weniger geschädigt. Die skeptischen Ärzte haben recht: Die Beinträchtigungen und Folgen sind im Umfeld der Betroffenen zu suchen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Mit welchem Recht ... Atmerin – 11.06.10
… „verheimlicht“ ein Erster Kreisbeigeordneter Informationen, die von großem, öffentlichem Interesse sind und die seit Jahren die Bürger/innen, die Politik und den Runden Tisch beschäftigen?Und mit welchem Recht …
… springt Landrat Dr. Kubat nicht endlich aufklärend und erklärend in die Bresche, um diese „niedergestraßte“ Inkompetenz aus der Welt zu schaffen?
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Ergänzung - Kommentar Krienen vicilinus – 11.06.10
Liebe Frau Krienen,ich möchte Sie noch darauf hinweisen, dass ich als objektiver Beobachter die Aussage machen kann, dass die Korbacher Grünen niemals die Behauptung aufgestellt haben, dass die Müllverbrennungsanlage allein verantworlich für die erhöhten Atemwegsbelastungen ist.
Wie schon andere Kommentare darauf verwiesen, handelt es sich bisher lediglich um einen Verdacht von erhöter Atemwegsbelastung.
Um den Verdacht auszuräumen bedarf es einer längerfristigen, intensiven Luftmessung.
Der national und interntational anerkannte Feinstaubexperte Dr. Kruse (Uni Kiel) hat bereits 2007 vor den Korbacher Stadtverordneten gesagt: "Ich wollte an ihrer Stelle wissen, was ich für eine Luft atme", daher geht kein Weg an einer gründlichen Luftuntersuchung vorbei.
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Eingeschränkte Sichtweise vicilinus – 10.06.10
Liebe Frau Krienen,ihr Beobachtungshorizont scheint etwas eingeschränkt zu sein.
Die Korbacher Müllverbrennungsanlage wurde in einem Wasserschutzgebiet errichtet, was laut Gesetz verboten ist.
Das Korbacher Trinkwasser wird schon seit dem Jahr 2000 durch starke Kohlefilter entgiftet, da es bereits große Mengen an Schadstoffen enthält.
Offensichtlich vermischen Sie auch die Aspekte.
Man kann nicht behaupten, dass die Müllverbrennungsanlage allein ursächlich für die erhöhten Atemwegserkrankungen ist, sondern die Summe aus der schon vorhandenen Belastung mit der zusätzlichen Luftbelastung, mit schadstoffhaltigem Feinstaub, ergiebt eine erhöhte Belastung der Korbacher Atemluft mit Schadstoffen.
Darunter befinden sich z.B. hochgiftige Stoffe wie Quecksilber, Dioxine und Furane, die u.a. auch karzinogen wirken. Diese Stoffe bauen sich nicht wieder ab, sondern sie reichern sich kontinuierlich im Stoffkreislauf - den Lebensmitteln und dem menschlichen Körper, an.
Vermutlich haben Sie auch keine Kinder die an Pseudokrupp oder Astma leiden, denn dann würden Sie anders über die Qualität der Korbacher Luft urteilen - ich wünsche Ihnen, dass Sie die Unfähigkeit zu Handeln, wenn Ihr Kind zu Ersticken droht, nicht am eigenen Leib erfahren werden. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
blühende Landschaften Privatfernsehen – 10.06.10
Hey, ich habe den Eindruck, Sie lassen sich von Argumenten bestimmt nicht beim Gift Spritzen behindern. Die Geschichte, dass Banzer bei den Grünen die Frankfurter Kinder geschlechtsumwandelt klingt ja prima, verkaufen Sie Sie doch mal an die Bild-Zeitung oder an die Junge Freiheit.Es geht auch nicht darum, dass Grüne die Industrie aus Korbach vertreiben. Es geht darum, dass MVV eine Billig-Bude nach Korbach gesetzt hat und woanders in ihren Anlagen viel bessere Filtertechnik einsetzt (aber bei den doofen Korbachern kann man ja ordentlich sparen und sie ein wenig mehr verpesten für den Profit). Und es geht darum, dass MVV nicht in der Lage ist, ihre eigene Anlage vernünftig zu betreiben - sonst wäre die Bude nicht vom RP stillgelegt worden wegen Unmengen von Quecksilber, die man in die Luft geblasen hat. Quecksilber ist dieses hochgiftige Zeug, wissen Sie das schon? Aber wie gesagt, wenn Sie nicht wollen, brauchen Sie sich auch nicht von Argumenten behindern lassen, Tanja Krienen.
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Sehr geehrte Frau Krienen Thomas Bartels – 10.06.10
Herr Banzer kümmert sich sehr wohl um das was Ihn angeht, um die fehlerhafte Verwendung von Daten aus seinen Verantwortungsbereich durch Herrn Niederstraßer und die Koaliation aus CDU, FWG und FDP. Falls dies Absichtlich geschehen sein sollte wäre dieses Vorgehen ein Skandal, nicht aber das Heizkraftwerk selber. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenWer hier von blühenden Phantasien spricht ... Einatmerin – 10.06.10
… sollte sich dringend mit dem Thema beschäftigen.Mehrere Studien/Untersuchungen in Korbach haben negative Auffälligkeiten der Luftgüte aufgezeigt.
Das lässt sich nicht wegphantasieren - und auch nicht wegdiskutieren!
Für Klarheit können in diesem Diskussionsdesaster nur Luftmessungen mit „handfesten“, interpretationsfreien Daten sorgen.
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Blühende Phantasie Tanja Krienen – 10.06.10
Wenn die Grünen weiter ihre blühende Phantasien pflegen, wird sich wohl über kurz oder lang, die Industrie aus Korbach zurück ziehen. Toll! Herr Banzer soll sich lieber darum kümmern, dass die in seinen Geltungsbereich fallenden Geschlechtumwandlungen für Kinder ab 6(!) Jahren in Frankfurt aufhören. DAS ist ein Skandal, nicht das Heizkraftwerk in Korbach. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenNiederstraßer muss weg! viciliuns – 10.06.10
Niederstraßer versucht es mal wieder nach dem altbewährten Prinzip: Totschweigen und Zeit gewinnen - vielleicht erledigt sich alles von selbst.Es ist ein Skandal wie der Erste Kreisbeigeorndete mit seiner Verantwortung als oberster "Gesundheitsschützer" Waldeck-Frankenbergs umgeht.
Allein die Klientel- und Parteipolitik leitet sein Handeln.
Niederstraßer hat nicht nur bei der Untersuchung der vermutlich erhöhten Zahl von Atemwegserkrankungen bisher versagt, sondern er ist auch Mitwisser und Förderer der Steuergeldverschwendung von Ex-Landrat Helmut Eichenlaub.
Das muss endlich Konsequenzen haben!
Wenn Niederstraßer glaubt, durch das Hinauszögern etwas zu gewinnen, unterschätzt er erheblich die Beharrlichkeit der Korbacher Bürgerinitiative und des Ärztenetzes Waldecker Land. Von dieser Seite wird er nicht eher Entlastung bekommen, bevor er nicht eine gründliche Untersuchung durch Fachleute, wie vom Runden Tisch beschlossen, in Auftrag gibt.
Unser "neuer" Landrat Dr. Kubat hat jetzt Fakten genug, um Köpfe rollen zu lassen - die Bevölkerung von Waldeck-Frankenberg wartet auf Taten, um den seit langen Jahren angestauten Filz im Kreishaus zu läutern!
Zur großen Enttäuschung vieler Wähler von Dr. Kubat, beschränkt sich sein bisheriges Handeln auf "Gut-Wetter-machen" im Kreishaus und auf persönliche Präsenz bei Schützenfesten und Gesangsvereinsjubiläen.
Wenn Kubat nicht bald konsequent die von ihm im Wahlkampf proklamierte, geradlinige Handlungsweise angeht, dann verliert er auf jeden Fall die Mehrheit seiner bisherigen Wählerschaft.
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Niederstraßer sagt nix Privatfernsehen – 09.06.10
Nun hatte er erst so eine große Klappe - alles sei in Ordnung in Korbach. Und jetzt? Totschweigen? Bloß keinen Fehler eingestehen! Zum Schützenfest gehen und so tun als ob nichts gewesen wäre. Prost, Herr Beigeordneter!Will Kubat auch nicht aufklären? Hat er mit Eichenlaubs Stall schon genug auszumisten? Interessiert ihn die Gesundheit der Kinder in Korbach nicht? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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