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Sensationsfunde

Super-Museum für Römerschlachtfeld bei Northeim geplant

Es war ein Sensationsfund, jetzt soll es zu einem Besuchermagnet werden: Der Landkreis Northeim will auf dem römisch-germanischen Schlachtfeld bei Kalefeld ein Super-Museum errichten. Dort hatten sich um das Jahr 235 nach Christus germanische Krieger mit römischen Legionären ein großes Gefecht geliefert.
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Auf dem Schlachtfeld bei Kalefeld fanden Archäologen auch zahlreiche Münzen.

Auf dem Schlachtfeld bei Kalefeld fanden Archäologen auch zahlreiche Münzen.

© dpa

Der Landkreis Northeim will die Funde vom römisch-germanischen Schlachtfeld bei Kalefeld in einem modernen Erlebnis-Museum präsentieren. Der zuständige Kreisausschuss gab bereits grünes Licht für eine entsprechende Konzeptstudie, sagte Landrat Michael Wickmann (SPD). Für das Millionen-Projekt hofft der Landkreis auf Zuschüsse unter anderem vom Land, der EU und von Stiftungen. Das Museum in der Nähe des historischen Schlachtfeldes soll ein Besucher-Magnet werden. Auf dem Höhenzug "Harzhorn" hatten sich Römer und Germanen um das Jahr 235 nach Christus eine Schlacht geliefert.

Über die Art des künftigen Museums-Gebäudes gibt es zwar noch keine klaren Vorstellungen, Landrat Wickmann rechnet aber mit Millionen-Investitionen. Er ist davon überzeugt, dass ein modernes Museum in der Nähe des historischen Schlachtfeldes ein Anziehungspunkt für zehntausende Besucher pro Jahr werden könnte. "Wir wollen der Bevölkerung dort nicht nur zeigen, was auf dem Schlachtfeld gefunden wurde", sagte der Landrat. Es solle auch veranschaulicht werden, wie sich die kriegerischen Auseinandersetzungen damals abgespielt haben. Das im Jahr 2008 entdeckte Schlachtfeld zwischen Bad Gandersheim und Kalefeld gilt unter Archäologen als Sensationsfund.

Nach den bisherigen Erkenntnissen haben sich germanische Krieger etwa 235 nach Christus mit römischen Legionären und deren Hilfstruppen ein großes Gefecht geliefert. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Römer auf dem Rückweg von einem Vergeltungs-Feldzug gegen die sogenannten Elbgermanen im Bereich der heutigen Altmark in Sachsen-Anhalt waren, die zuvor in das römische Reich eingefallen waren. Für ihren Weg nach Süden nutzten die Legionäre eine überregionale Trasse, auf der heute noch die Autobahn 7 verläuft. Um die Römer zu stoppen, errichteten die Germanen an einem der schmalsten Abschnitte, nämlich direkt am Harzhorn, eine Wegsperre. Die Römer, die deshalb über den Höhenrücken ausweichen mussten, konnten aber die Germanen erfolgreich attackieren und besiegen.

Auf dem Schlachtfeld wurden bisher rund 2000 Metallgegenstände ausgegraben, vor allem Waffen und Waffenteile des römischen Heeres, aber auch Rüstungs- und Ausrüstungsgegenstände, Pferdegeschirr, Schanzwerkzeuge, Zeltheringe, Wagenteilen und in großer Zahl Eisennägel, mit denen die Sohlen an den Sandalen der Legionäre befestigt waren. Hinzu kommen römische Münzen. Von den germanischen Kriegern entdeckten die Forscher bislang dagegen nur einige Waffenteile.

dpa/frs


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