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Rote Liste

Mehr als 1200 Vogelarten gelten als bedroht

Durch den immer knapper werdenden Lebensraum sind immer mehr Vogelarten bedroht. In diesem Jahr stehen alleine 1253 Arten auf der Liste der Naturschutzorganisation BirdLife. Innerhalb eines Jahres sind 13 Arten neu in die Rote Liste aufgenommen worden.
Ein Storch füttert seinen Nachwuchs.

Innerhalb eines Jahres musste die Liste der bedrohten Vögel um 13 Arten verlängert werden..

© dpa

Jede siebte Vogelart ist vom Aussterben bedroht. Das geht aus der neuen Roten Liste für Vögel hervor, die die Weltnaturschutzunion IUCN am Dienstag im Schweizerischen Gland veröffentlicht hat. Insbesondere große Vogelarten sind demnach gefährdet. Jagd und andere Störungen sowie Verlust und Zerstückelung des Lebensraums machen ihnen besonders zu schaffen.

Einer der größten Vögel der Welt, die Hindutrappe (Ardeotis nigriceps), etwa steht dadurch kurz vor dem Aussterben. Von der ein Meter großen und bis zu 15 Kilogramm schweren Trappe leben nur noch 250 Exemplare in Indien und Pakistan, die Art wurde auf der neuen Liste in die höchste Gefährdungskategorie hochgestuft. Ähnlich ergeht es der Bahama-Oriole (Icterus northropi). Von dem schwarz-gelben Karibikvogel existieren wahrscheinlich sogar nur noch etwa 180 Exemplare. Auch er wurde in die höchste Kategorie hochgestuft.

Insgesamt sind in der Neuauflage der Roten Liste 1253 Vogelarten als gefährdet eingestuft, das sind 13 Prozent aller untersuchten Arten. „Im Zeitraum eines Jahre sind 13 weitere (Vogel-)Arten in die bedrohten Kategorien aufgenommen worden“, erläuterte der Vizedirektor des IUCN-Artenschutzprogramms, Jean-Christophe Vié. „Allerdings wären die Zahlen noch schlechter, wenn die Naturschutzinitiativen nicht greifen würden.“

Einige Vögel konnten von Schutzprogrammen profitieren

Profitiert von den Schutzprogrammen haben etwa die Silberhalstaube (Columba trocaz) auf Madeira sowie die Lorbeertaube (Columba junoniae) und Bolles Lorbeertaube (Columba bollii) auf den Kanaren. Sie konnten alle in die niedrigste Kategorie hinabgestuft werden, nachdem Bedrohungen wie Jagd und Verlust des Lebensraums angegangen wurden. Und die Campbellente (Anas nesiotis) ist nach Aufzucht und einer massiven Bekämpfung der Ratten auf die neusseländische Campbellinsel zurückgekehrt, wie die IUCN berichtet. Ihre Population hat sich positiv entwickelt, so dass die Art in die zweithöchste Kategorie heruntergestuft werden konnte.

„Vögel stellen ein Fenster zum Rest der Natur dar“, betonte Stuart Butchart von der Organisation Birdlife International, die für die IUCN die Rote Liste für Vögel zusammenstellt. Sie seien ein wichtiger Indikator für die Gesundheit des Ökosystems.

dpa


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