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Kreis Göttingen

Auswilderung der vom Aussterben bedrohten Gelbbauchunke

In Niedersachsen gibt es höchstens noch 1500 Gelbbauchunken. Um ihren Bestand zu sichern, hat der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz ein neues Projekt angeleiert: In einem Kiesabbaugebiet im Kreis Göttingen werden junge Unken ausgewildert.
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Vom Aussterben bedroht: In einem niedersachsenweit einzigartigen Projekt werden junge Gelbbauchunken im Kreis Göttingen ausgewildert.

Vom Aussterben bedroht: In einem niedersachsenweit einzigartigen Projekt werden junge Gelbbauchunken im Kreis Göttingen ausgewildert.

© dpa

Mit einem landesweit einzigartigen Projekt soll die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke gerettet werden. In einem Kiesabbaugebiet bei Hann. Münden-Gimte im Kreis Göttingen werden jetzt erstmals junge Unken ausgewildert. Auf diese Weise soll der zuletzt stark geschrumpfte Bestand dieser Amphibienart erhalten bleiben, teilte der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Dienstag mit.

Die Tiere waren als Kaulquappen dem Biotop entnommen und dann in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen aufgezogen worden.

In Niedersachsen gibt es insgesamt nur noch 15 Vorkommen von Gelbbauchunken im Weser- und Leinebergland mit zusammen 1000 bis 1500 Tieren. Dies ist nach Darstellung des NLWKN eine für Amphibien beängstigend niedrige Zahl.

Die ursprünglichen Lebensräume der Gelbbauchunke in den Talauen der Mittelgebirgsflüsse seien zerstört, berichtete das NLWKN. Die meisten Populationen siedeln heute in Abbau-Gruben. Wenn der Abbau beendet sei, seien die Bestände langfristig nur mit hohem Aufwand zu erhalten.

Obwohl der Lebensraum im Kiesabbaugebiet in Hann.Münden seit 1990 regelmäßig gepflegt wird, ist der Bestand dort in den vergangenen beiden Jahrzehnten um drei Viertel auf 20 bis 30 Tiere geschrumpft. Mitverantwortlich dafür ist auch die zunehmende Zahl der Amphibien fressenden Wasservögel in der Region. Auch Wildschweine als Allesfresser bedrohen die seltenen Unken.

dpa


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