Die Opel-Mitarbeiter stehen wieder vor einer ungewissen Zukunft. General Motors will 10.000 Stellen streichen.
Mit Arbeitsniederlegungen und Massenprotesten wollen die 25.000 deutschen Opel-Beschäftigten am Donnerstag (11.00 Uhr) gegen den US-Konzern General Motors demonstrieren. Kundgebungen sind an den Standorten Bochum, Eisenach, Kaiserslautern und Rüsselsheim geplant, wo Opel große Werke unterhält. An der Kundgebung in Bochum wird der nordrhein-westfälische Regierungschef Jürgen Rüttgers (CDU), an der Demonstration in Rüsselsheim sein hessischer Kollege Roland Koch (CDU) teilnehmen.
Die Beschäftigten wenden sich gegen den Beschluss des GM-Verwaltungsrats, der in der Nacht zum Mittwoch den Verkauf von Opel an den Zulieferer Magna gestoppt hatte. General Motors will den deutschen Autobauer nun in Eigenregie sanieren. Der Opel-Betriebsrat lehnt unter diesen Umständen Lohnzugeständnisse ab. GM drohte daraufhin damit, Opel in die Insolvenz zu schicken.
GM will 10.000 Stellen streichen
General Motors drohte bereits mit einer Insolvenz von Opel, falls keine Einigung über die Restrukturierung erreicht werden sollte. Am Mittwochabend kündigte Vize-Präsident John Smith an, GM wolle zirka 10.000 der insgesamt gut 50.000 Arbeitsplätze bei Opel in Europa streichen. Das wären in etwa genauso viele, wie der nun ausgeschiedene Kaufinteressent Magna abbauen wollte.
Smith sagte außerdem, entgegen der früheren GM-Planung, das Werk in Bochum zu schließen, könne es möglicherweise eine attraktive Lösung geben. Dagegen werde das Werk in Antwerpen wohl geschlossen.
ddp
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