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Abzocke-Vorwurf

Mineralölwirtschaft weist Kritik an hohen Benzinpreisen zurück

Rücken die Ferien- und Feiertage näher, müssen Autofahrer an den Zapfsäulen tiefer ins Portemonaie greifen. Automobilverbände laufen Sturm gegen die Preispolitik und werfen der Mineralölwirtschaft Abzocke vor. Diese hat die Kritik an der Preispolitik jedoch erneut zurückgewiesen.
Benzinpreisschock zu Ostern: Derzeit kostet ein Liter Super in Deutschland im Schnitt 1,43 Euro.

Benzinpreisschock zu Ostern: Derzeit kostet ein Liter Super in Deutschland im Schnitt 1,43 Euro.

© dpa

Der Streit um hohe Benzinpreise zu den Osterfeiertagen geht weiter. Der Präsident des Mineralölwirtschaftsverbands, Uwe Franke, wies den Vorwurf der Benzinpreis-Abzocke zurück und machte unter anderem die Steuern für die Preise verantwortlich. Franke, der auch Chef von BP und Aral ist, sagte der „Bild“-Zeitung (Dienstag): „Von Abzocke kann gar keine Rede sein. Ohne Steuern kostet ein Liter Benzin oder Diesel je nach Sorte zwischen 53 und 61 Cent.“ Erst die Steuern machten Benzin und Diesel für die Autofahrer so teuer.

Franke begründet die aktuell hohen Benzinpreise mit dem schwachen Euro und der gestiegenen Nachfrage. Seit Jahresanfang seien die Einkaufspreise für Benzin um mehr als sechs Cent je Liter gestiegen. Die Bundesregierung hatte die Benzin-Preiserhöhungen zu Ostern scharf verurteilt und den Ölkonzernen mit Konsequenzen gedroht.

Der Benzinpreis in Deutschland liegt momentan nach ADAC-Angaben im Schnitt bei 1,43 Euro und für Diesel bei 1,21 Euro je Liter. Bei Super ist es der höchste Stand seit September 2008.

dpa


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