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Abfällige Äußerungen

Grünen-Vorsitzender legt Sarrazin indirekt den Rücktritt nahe

Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat dem Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin nach dessen umstrittenen Äußerungen über Migrantengruppen in Deutschland indirekt den Rücktritt nahegelegt.
Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin

Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin

© ddp (Archiv)

Özdemir sagte am Dienstagabend in der N24-Sendung „Links-Rechts“, wenn „ich sowas in meiner Partei machen würde, auf diese Weise meiner Partei schaden würde, dann wäre klar, was die Konsequenz wäre: Ich könnte den Job nicht mehr machen.“

Sarrazin habe mit seinen Äußerungen klar gegen die Unternehmenskultur der Bundesbank verstoßen, sagte der Grünen-Vorsitzende. „Das ist ungefähr so, wie wenn Cem Özdemir sagen würde, eigentlich finde ich Atomkraftwerke schön. Ich hätte gerne eines bei mir im Garten. Dann müsste ich mir einen anderen Job suchen.“ Der Grünen-Chef schlug Sarrazin vor, wenn er Politik machen wolle, solle er Politik machen - aber nicht in der Bundesbank. Sarrazin hatte in einem Interview von „etwa 20 Prozent der Berliner Bevölkerung“ gesprochen, die ökonomisch „nicht gebraucht“ würden.

„Eine große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt, deren Anzahl durch falsche Politik zugenommen hat, hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel“, hatte er erklärt. Später hatte der SPD-Politiker betont, „dass nicht jede Formulierung in diesem Interview gelungen war.“ Nach scharfer Kritik von Politikern, Migrantenverbänden und der Bundesbank hatte sich Sarrazin entschuldigt.

ddp


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