Bei den Brüsseler Verhandlungen zur Schaffung einer europäischen Finanzaufsicht hat es einen Durchbruch gegeben. Vertreter von EU-Parlament, Ministerrat - dort sind die Mitgliedstaaten vertreten - und EU-Kommission einigten sich am Donnerstag in Geheimgesprächen auf einen Kompromiss. Das sagte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier.
Als Konsequenz aus der schweren Finanzkrise sollen zum kommenden Jahreswechsel drei neue EU-Behörden zur Aufsicht von Banken, Versicherungen und Börsen eingerichtet werden. Der Kompromiss muss nun in den kommenden Wochen von den EU-Finanzministern und dem Europaparlament gebilligt werden, wie Barnier sagte.
Der Machtkampf zwischen den EU-Institutionen dauerte mehrere Monate. Umstritten war zuletzt, wie die Aufsichtskompetenzen von EU und Mitgliedsstaaten abgegrenzt werden. Laut Teilnehmern können die neuen EU-Behörden im Krisen- oder Notfall europäischen Finanzinstituten direkte Anweisungen geben.
dpa
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