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Ski alpin

Rieschs Olympiasieg löst „Vulkanausbruch“ aus

Auch in der Heimat von Marie Riesch kannte die Freude über ihre Goldmedaille keine Grenzen. „Die Stimmung glich einem Vulkanausbruch, wir sind völlig durchgedreht“, sagt Wolfi Hostmann, Gründer des Riesch-Fanclubs.
Gold-Mariechen: Maria Riesch.

Gold-Mariechen: Maria Riesch.

© dpa

Als Maria Riesch im weit entfernten Whistler ihre Goldmedaille bejubelte, kannte die Freude auch in ihrer Heimat keine Grenzen mehr. Im „Leiner’s Radl-Bistro“ am Partenkirchener Skistadion hatte sich der Riesch-Fanclub mit 80 Mitgliedern zum Public Viewing versammelt. Als alles vorbei war, knallten die Korken, flossen Freudentränen. „Die Stimmung glich einem Vulkanausbruch, wir sind völlig durchgedreht“, sagt Fanclubgründer Wolfi Hostmann. „Wir kennen Maria schon so lange und so gut - und nun dieser Olympiasieg. Es ist der pure Wahnsinn.“

Der größte Erfolg in der Laufbahn der 25 Jahre alten alpinen Skirennfahrerin war auch für die Daheimgebliebenen ein Moment für die Ewigkeit. „Der ganze Ort ist total begeistert“, sagte Bürgermeister Thomas Schmid, der sich noch in der Nacht auf den Weg nach Vancouver machte. Ausgelassen und fassungslos hätten auch Rieschs Eltern den Triumph ihrer Tochter aufgenommen, berichtete Hostmann. Noch am Freitagmorgen um sechs Uhr bestiegen sie den Flieger nach Kanada.

Die eingefleischten Fans in der Heimat machten die Nacht zum Tag: „Wir haben im Vorfeld gesagt: Wenn sie eine Medaille macht, gibt’s Champagner“, sagte Hostmann. Über das Gästebuch der Fanclub-Homepage habe man Maria Riesch Glückwünsche übermittelt, „da schaut sie immer rein, darüber halten wir Kontakt“.

Der Olympiasieg in der Super-Kombination soll aber nicht der letzte Glücksmoment bleiben. Für das olympische Slalomrennen am kommenden Freitag planen Marktgemeinde und Fanclub eine große öffentliche Feier auf dem zentralen Mohrenplatz in der Fußgängerzone. Natürlich inklusive Live-Bildern aus Vancouver. „Der Slalom ist Marias Paradedisziplin. Wir erwarten mehrere Tausend Menschen“, sagte Hostmann.

Rieschs Desaster vom Mittwoch, als sie in der Abfahrt die Medaillenränge deutlich verfehlte, sei im Nachhinein mehr Antrieb als Enttäuschung gewesen. „Wir waren eher erleichtert, weil die Erwartungen so hoch gewesen ist“, sagt Hostmann. „Wir haben uns gesagt: Es ist noch nichts passiert, ihre Chancen werden noch kommen.“ Die nächste, die kam, nutzte Riesch eindrucksvoll.

Seit Donnerstag laufen in Garmisch-Partenkirchen auch die Planungen für die Willkommens-Party nach der Rückkehr von Riesch und Co. auf Hochtouren. Der Termin sei noch offen, aber „so oder so kann man sagen: Es wird eine fantastische Sause“, glaubt Hostmann.

dpa


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