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Körperverletzung

Formel-1-Pilot Sutil muss vor Gericht

Formel-1-Pilot Adrian Sutil muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten. Das bestätigte das Amtsgericht München am Donnerstag.
Formel-1-Pilot Adrian Sutil muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Formel-1-Pilot Adrian Sutil muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten.

© dpa

Berlin. Wie FAZ.net berichtet, hat die Staatsanwaltschaft als Strafmaß ein Jahr Haft auf Bewährung für den Rennfahrer gefordert. Für Ende dieses Monats seien vorerst zwei Prozesstage angesetzt. Sutil hatte im vergangenen Jahr den Luxemburger Geschäftsmann Eric Lux in einer Diskothek in Shanghai mit einem Glas verletzt. Eine Stellungnahme war am Donnerstag weder von der Staatsanwaltschaft noch von Sutil zu erhalten.

Acht Wochen später war der aus dem oberbayerischen Gräfelfing stammende Sutil wegen des Vorfalls von Lux in München angezeigt worden. Der Rennfahrer hatte mehrfach beteuert, er habe den Mitbesitzer des Lotus-Renault-Teams nicht verletzen wollen.

Wie es nun in dem Bericht heißt, habe die Staatsanwaltschaft zunächst nur einen Strafbefehl für den derzeit vertragslosen Sutil gefordert. Der bisherige Force-India-Pilot habe aber erkennbar nicht seine Schuld eingestehen wollen. Daher setzte das Amtsgericht nun einen Prozess an. Für Sutil kommt diese Entscheidung zur Unzeit. Der 29-Jährige verlor jüngst seinen Stammplatz bei seinem bisherigen Arbeitgeber und ist derzeit noch auf der Suche nach einem neuen Formel-1-Cockpit für die kommende Saison.

Der fragliche Vorfall hatte sich am 17. April nach dem Großen Preis von China ereignet. Sutil hatte gemeinsam mit seinem Kollegen Lewis Hamilton den Sieg des Briten bei dem Rennen feiern wollen. Bei einer Party war es dann zu einem Streit zwischen Sutil und Lux gekommen. Der Deutsche betonte, er habe dem Geschäftsmann nur den Inhalt seines Glases ins Gesicht schütten wollen. Dabei sei jedoch das Glas zerbrochen, die Scherben verletzten Lux am Hals. Die Wunde musste genäht werden.

Nach dem Vorfall hatten sich beide Parteien nicht außergerichtlich über die Beilegung des Streits einigen können. Daraufhin erstattete der Luxemburger Anzeige. Vor Gericht sollen nun Zeugen Licht in die Affäre bringen. Auch Hamilton könnte geladen werden.

frx/dpa


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