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Gerichtsurteil

DEL-Saison startet ohne Kassel Huskies

Die Deutsche Eishockey-Liga startet in der kommenden Woche nur noch mit 14 Teams in die Saison. Die Kassel Huskies sind endgültig nicht mit dabei. Der juristische Kampf der Nordhessen gegen den Lizenzentzug scheiterte auch vor dem Oberlandesgericht Köln.
In der kommenden Eishockey-Saison wird es kein Spiel zwischen den Hannover Scorpions und den Kassel Huskies geben.

In der kommenden Eishockey-Saison wird es kein Spiel zwischen den Hannover Scorpions und den Kassel Huskies geben.

© Ulrich zur Nieden (Archivbild)

Die Kassel Huskies sind in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) vorerst Geschichte. Das Oberlandesgericht (OLG) Köln beendete am Donnerstag Kassels wochenlangen juristischen Kampf gegen den Lizenzentzug nach dem Eröffnen eines Insolvenzverfahrens. „Die Kassel Huskies sind faktisch tot“, kommentierte Club- Geschäftsführer Fritz Westhelle. Die Huskies zogen ihre Anträge auf einstweilige Verfügung gegen den Lizenzentzug und DEL-Rausschmiss zurück. Die am Freitag kommender Woche beginnende neue Saison findet damit endgültig ohne die Nordhessen und mit nur noch 14 Teams statt.

Das Gericht war einer Entscheidung des OLG München zwei Tage zuvor gefolgt, das die Bestätigung von Kassels Lizenzentzug als vollstreckbar erklärt hatte. Das OLG Köln wies daraufhin, dass die von Kassel beim Landgericht Köln erwirkten einstweiligen Verfügungen ohnehin „unzulässig“ gewesen seien. Die Huskies wollen nun zwar noch vor den Bundesgerichtshof ziehen. Eine mögliche Entscheidung zugunsten Kassels käme aber in jedem Fall zu spät, um an der Liga teilzunehmen. „Bis dahin werden wir keinen Spieler mehr haben“, sagte Clubsprecher Alexander Wessel. Er deutete an, alle Akteure nun für andere Teams freizugeben.

Obwohl der endgültige Rauswurf aus der Liga seit Dienstag unausweichlich schien, war Westhelle bis zum Ende siegessicher. Das OLG war auch zunächst um einen Kompromiss bemüht. Die DEL lehnte aber sowohl den Vorschlag ab, Kassel an der Saison teilnehmen und Geld für die Rückzahlung der Schulden verdienen zu lassen, als auch eine Stundung der Schulden.

„Das war eine lange Odyssee, und wir sind natürlich erleichtert. Auch wenn keine Freude aufkommt, weil natürlich ein Standort verschwindet“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, der Westhelle vorwarf, alles auf eine Karte gesetzt zu haben, ohne mögliche Alternativen wie „Plan B, nämlich die 2. Liga“ zu prüfen und so den Club am Leben zu halten.

Auf die DEL kommt nun die Herkulesaufgabe zu, in kürzester Zeit einen neuen Spielplan auszuarbeiten. Dieser soll in der kommenden Woche vorgestellt werden. An den geplanten Spieltagen im September soll sich aber zunächst nichts ändern. Die als Gegner von Kassel vorgesehenen Clubs wie Augsburg am ersten Spieltag hätten dann zunächst spielfrei. Insgesamt verkürzt sich die Vorrunde von 56 Spielen pro Team auf 52 Partien.

dpa


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