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Bundeswehrbesuch

Zu Guttenberg beeindruckt von der Marine

Speedboot-Angriff, Minensprengung und Schiffskontrolle - mit einem „Showprogramm“ hat die Marine in Schleswig-Holstein Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zu dessen Antrittsbesuch empfangen.
Antrittsbesuch: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (Mitte) mit Marineinspekteur Wolfgang Nolting (rechts) und dem Befehlshaber der Flotte, Hans-Joachim Stricker.

Antrittsbesuch: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (Mitte) mit Marineinspekteur Wolfgang Nolting (rechts) und dem Befehlshaber der Flotte, Hans-Joachim Stricker.

© dpa

An Bord der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ stellten Soldaten am Dienstag in der Eckernförder Bucht unter dem Motto „Marine im Einsatz“ nach, wie mit einem Minenjagdboot eine Seemine einige hundert Meter von der Fregatte entfernt gesprengt wurde.

„Die Marine ist seit Jahren eine Armee im Einsatz. Mich hat beeindruckt, wie man die Einsatzrelevanz darstellen kann“, sagte zu Guttenberg. Zudem wurden dem Minister Waffensysteme und Ausrüstung der Marinesoldaten vorgestellt. Der Termin war ursprünglich für Ende Januar geplant, dann aber verschoben worden.

Marine fordert Schiff als Einsatzbasis auf See

Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Wolfgang Nolting, betonte im Gespräch mit dem Minister vor allem die große Belastung der Marinesoldaten. „Wenn ein Schiff ausläuft, sind die Männer und Frauen von ihren Familien getrennt.“ Er schlug vor, künftig pro Schiff mehrere Besatzungen vorzuhalten. „Das geht nur bei einer Personalergänzung.“ Zudem brauche die Bundeswehr ein Schiff, mit dem schnell auch Heeressoldaten in Einsatzgebiete gebracht werden können. „Wir müssen künftig die hohe See als Basis nutzen“, erklärte er. Zu Guttenberg sagte, dies hänge vor allem von den Möglichkeiten ab, die der Haushalt biete. „Es steht alles unter dem Vorbehalt, was finanziell möglich ist.“

Darunter fällt auch eine verbesserte Ausrüstung. Der Minister sagte, er sei jedoch zuversichtlich, den Soldaten für ihre Einsätze eine gute Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Nolting hatte erklärt, dass die Ausrüstung dringend erneuert und dem heutigen Stand angepasst werden müsse.

Soldaten zeigen „Boarding“

Bei der Vorführung flogen Hubschrauber dicht an der Fregatte vorbei und drängten zwei Speedboote ab, die einen Angriff auf die Fregatte nachstellten. Ein U-Boot schoss unentdeckt ein Foto des Ministers auf der Brücke. „Es ist beeindruckend, wie die einzelnen Teile der Marine zusammenarbeiten“, sagte zu Guttenberg. Marinesoldaten zeigten auch das sogenannte „Boarding“, bei dem sie sich zur Kontrolle von Handelsschiffen vom Hubschrauber aus auf das Schiff abseilen. Dies kommt zum Beispiel bei der Anti-Piraten-Mission „Atalanta“ vor der Küste Somalias zum Einsatz. „Die Piraterie stellt eine große Bedrohung dar. Es hat mich überzeugt, wie dem begegnet wurde“, betonte zu Guttenberg.

dpa


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