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TV-Präsenz

Jauch sucht nach richtigem Moment

Günther Jauch, 53, glaubt, wenn er heute als Showmaster abtreten würde, wäre er innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren vergessen
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© Kaiser/ddp

"Dann erinnert sich niemand mehr, bis auf ein paar Ältere“. Im ZEITmagazin kündigte er dennoch an: „Es wird weniger werden mit mir im Fernsehen.“

Jauch, dessen Sendung Wer wird Millionär im September ihr zehnjähriges Jubiläum feiert, ist noch unsicher darüber, wann es für ihn Zeit ist, mit dem Fernsehen aufzuhören. „Meine Frau sagt immer: Finde den richtigen Moment, um Abschied zu nehmen. Aber was ist der richtige Moment? Muss jemand vom Sender sagen: Gehen auch ein paar Auftritte weniger? Oder: Wir wollen’s gar nicht mehr? Oder ist der richtige Moment, wenn man es gelassen sieht und sagt: Solange ihr mich noch wollt, machen wir es, nehmen uns aber vor, dass nicht groß geweint wird, wenn’s zu Ende geht?“

Jauch gab zu, er könne sich keine Gesichter und Namen merken: „Zeigen Sie mir einen 32.000-Euro-Gewinner von vor vier Wochen - ich kann mich nicht erinnern.“ Seinen Kollegen Oliver Pocher, der im September die Show 5 gegen Jauch moderieren wird, lobte Jauch: „Er ist schnell, schlagfertig, hat keine Angst vor Autoritäten.“ Pocher habe „jahrelang so viel auf die Nuss gekriegt und scheint das einfach weggesteckt zu haben. Diese Fähigkeit geht mir völlig ab“.

Darüber, dass er nicht die Nachfolgesendung von Sabine Christiansen moderiert, ist Jauch heute erleichtert. „Ich sitze am Wochenende oft herum und denke, och, jetzt müsste ich Spiegel, ZEIT, Focus, FAS durchackern, mich auf das Thema vorbereiten. Ist doch ganz angenehm, dass es nicht so ist.“

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