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ZDF-Magazin

„Besserwisser“ Florian Weiss hat immer eine Antwort parat

Florian Weiss kann als Erklärung viel akzeptieren, nur eine Antwort nicht: „Das ist halt so.“ Spätestens, wenn der 32-Jährige diese vier Worte hört, ist sein Ehrgeiz geweckt, schließlich gilt es seinen Ruf als „Besserwisser“ zu verteidigen - jeden Freitagvormittag in der gleichnamigen „Volle Kanne“-Rubrik. Das ZDF-Vormittagsmagazin feiert in diesem Monat sein zehnjähriges Bestehen.
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„Besserwisser“ Florian Weiss ZDF-Magazin „Volle Kanne“ erklärt Freitag Alltagsphänomen

Der Moderator Florian Weiss erklärt jeden Freitag Alltagsphänomene im ZDF-Magazin „Volle Kanne“.

© Oliver Lang/ddp

Warum ist der Himmel blau? Wieso bildet verschütteter Kaffee einen Rand? Was machen Vögel, dass sie beim Schlafen nicht vom Baum fallen? Es sind alltägliche Phänomene wie diese, die Weiss umtreiben - und bei den Zuschauern auf ein “überwältigendes Echo“ stoßen: „Die Leitungen glühen, wenn ich eine Frage stelle“, berichtet er im ddp-Gespräch.

Neben solchen „ganz, ganz banalen Fragen“ begeistert sich der Moderator, der neben seinem TV-Job noch für Antenne Bayern vor dem Rundfunkmikrofon steht, besonders für überraschende Erkenntnisse. „Wissen Sie, wie viel eine durchschnittliche bayerische Schönwetterwolke wiegt“, fragt der Wahlmünchner mit einem breiten Grinsen. „Sie ist so schwer wie 80 ausgewachsene Elefanten!“

Ein Wissen, das der Moderator auch abseits der Sendung gern zum Besten gibt. „Ich werde nicht nach irgendwelchen Sachen gefragt, ich fange immer schon von selbst zu erzählen an“, sagt er und lacht. „Ich glaube, die Menschen sind von Haus aus neugierig.“ Auf ihn selbst trifft das auf jeden Fall zu: „Ich habe einmal gelesen, dass ein vierjähriges Kind im Schnitt 400 Fragen am Tag stellt. Ich glaube, bei mir waren es doppelt so viele. Ich habe meine Eltern zur Verzweiflung getrieben.“

Und auch seine Lehrer hatten es mit dem „Springinsfeld“, wie er sich selbst beschreibt, nicht immer leicht: „Ich war als Kind hyperaktiv. Die ersten zwei Jahre bin ich in der Schule gestanden:
Ich habe im Stehen geschrieben und gelernt - mich hinsetzen und auf dem Platz bleiben, das konnte ich einfach nicht.“

Heute freue sich seine Mutter, eine gelernte Bankkauffrau, dagegen „wie hulle“ über den Wissensdurst ihres Sohnes. Schließlich hat ihm dieser nicht nur einen guten Job beschert, sondern sorgt dafür, dass der reiselustige Medienmacher, der in seiner Freizeit am liebsten tauchen geht, regelmäßig daheim vorbei schaut. „Die Produktionsfirma sitzt in Ulm, da komme ich jetzt natürlich öfter nach Hause.“

Zwei bis drei Leute sind damit beschäftigt, immer neues Futter für den „Besserwisser“ zu liefern. Angst, dass irgendwann der Stoff ausgeht, hat Weiss nicht. „Aber man muss schon viel Fantasie haben. Man muss mit offenen Augen durch die Welt laufen.“

Dass Weiss beim Rundfunk und nicht als Profi auf dem Tennisplatz gelandet ist - „ich bin haarscharf am deutschen Kader vorbei geschrammt“ - verdankt er einem Phänomen, das ihm bis heute ein Rätsel geblieben ist: dem weiblichen Geschlecht. Statt mit vollem Biss weiter zu trainieren, ging er irgendwann lieber auf Partys und interessierte sich für Mädchen.

Doch selbst das Zusammenleben mit seiner Freundin hat dem „Besserwisser“ eine Eigenschaft vieler Frauen nicht erklären können:
„Ich verstehe einfach nicht, warum eine Frau nicht am Tisch sitzen kann, ohne etwas zu sagen. Wir Jungs gehen doch auch zum Angeln, sitzen sechs Stunden schweigend herum und sagen hinterher: Toll war’s.“

Ähnlich unergründlich geblieben ist dem Sohn eines Diplomingenieurs in drei Jahren „Volle Kanne“-Mitarbeit nur noch ein Themenfeld: „eigentlich alles, was mit Mathematik zu tun hat“. Zum Beispiel die Unendlichkeit: „Das ist etwas, das ich nie verstehen werde.“ Aber vielleicht wird es eines Tages selbst damit noch etwas, denn auch Weiss lernt aus der „Sendung mit der Maus für Erwachsene“, wie er das Sendungskonzept beschreibt, immer wieder aufs Neue: „Nicht alles, was wir da erklären, habe ich vorher schon kapiert.“

ddp


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