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Kunst

Kunsthändlerin ließ Picasso-Zeichnung fälschen

Für zwei Millionen Dollar hat eine amerikanische Kunsthändlerin eine gefälschte Picasso-Zeichnung verkaufen wollen, die sie selbst in Auftrag gegeben hatte. Am Freitag hat die wegen Falschaussagen gegenüber der Bundespolizei angeklagte 70-Jährige vor Gericht ihre Schuld eingeräumt.

Der Händlerin Tatiana Khan drohen maximal 25 Jahre Haft, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Los Angeles der „Los Angeles Times“. Im Gegenzug für ihr Schuldeingeständnis könnte Khan aber mit weniger als zwei Jahren Gefängnis davonkommen.

Laut Anklage hatte die Händlerin einen Künstler in Los Angeles damit betraut, die Picasso-Zeichnung „La Femme Au Chapeau Bleu“ aus dem Jahr 1902 nachzuzeichnen. Khan zahlte dem Künstler dafür 1000 Dollar. Sie begründete den Auftrag damit, dass das echte Kunstwerk einem ihrer Kunden gestohlen worden sei und nun eine Kopie benötigt werde, um den Dieb zu fangen.

Später verkaufte sie die Fälschung für zwei Millionen Dollar, doch der Käufer schöpfte Verdacht und schaltete einen Kunstexperten und die Bundespolizei ein. Bei der Befragung durch das FBI log Khan, sie habe die Zeichnung von einem Kosmetiker als Pfand für eine Leihe erhalten.

FBI-Beamte stellten bei Khan ein echtes Gemälde des Künstlers Willem de Kooning sicher, das die Händlerin für mehr als 700 000 Dollar aus dem Verkaufserlös des falschen Picassos erstanden hatte. „Wir werden es verkaufen und den Erlös dem Opfer zukommen lassen“, teilte Staatsanwalt Thom Mrozek der Zeitung mit. „Sammler müssen sehr vorsichtig sein“, warnte er. „Betrüger kommen in allen Formen und Größen. Nur weil sie wie eine kleine alte Dame aussieht, heißt das nicht, dass sie keinen Schaden zufügen kann“.

dpa


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