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Schuldfrage

Anwalt der Loveparade-Opfer rechnet mit monatelangen Ermittlungen

Der Rechtsanwalt der Loveparade-Opfer, Gerhard Baum, rechnet noch mit monatelangen Ermittlungen bis zur juristisch sauberen Klärung der Schuldfrage.
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Die Akten der Stadt Duisburg.

Die Akten der Stadt Duisburg.

© dpa

Diese könne derzeit noch nicht beantwortet werden, sagte der FDP-Politiker und frühere Bundesinnenminister am Donnerstag dem Radiosender Deutschlandradio Kultur. Er könne sich vorstellen, dass es überschneidende Verantwortungsbereiche für das Unglück gegeben habe. Erst nach Abschluss der Ermittlungen werde sich endgültig herausstellen, wer strafrechtlich oder zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden könne.

Knapp sechs Wochen nach dem Unglück befasst sich der Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags am Donnerstagnachmittag erneut mit der Katastrophe. Im Mittelpunkt der Sitzung soll die Aussage des Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland (CDU) stehen. Am Mittwoch hatte ein neues Rechtsgutachten im Auftrag des Innenministeriums die Hauptverantwortung dem Veranstalter und der Stadt zugewiesen. Die Stadt Duisburg sieht dagegen in ihrem ebenfalls am Mittwoch vorgelegten Abschlussbericht keinen eigenen Pflichtverstoß.

Während der Loveparade am 24. Juli war an einem überfüllten Zugangstunnel eine Massenpanik ausgebrochen. 21 Menschen starben, mehr als 500 wurden verletzt. Baum sagte, er könne als Anwalt nur dringend davor warnen, jetzt schon abschließende Stellungnahmen abzugeben und die Schuld immer nur beim anderen zu suchen. „Man muss ja auch berücksichtigen, wer bezahlt eigentlich die Gutachten, die Gutachter. Das Landesgutachten ist vom Land bezahlt worden, das Gutachten der Stadt von der Stadt“, fügte er hinzu. Viele Fragen seien bislang unbeantwortet geblieben.

afp


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