Rennertehausens Teamsieger Adrian Sellmann lässt sich von Florian Hesse (2., rechts) und Joel Krümmelbein "huldigen".
Sprüche wurden reichlich geklopft bei der Truppe von Peter Wind. Die Laune stieg mit jedem, der die 100er-Marke nicht durchbrach, zumal einige Spieler dabei waren, die man beim A-Liga-Neunten durchaus unter den Siegkandidaten erwartete: Toptalent Oliver Petter zum Beispiel, der aber ebenso wie der bekannt gute Linksfuß Andreas Schmalfuß im zweistelligen Bereich blieb.
Beide gehörten zu den Staunenden, als ausgerechnet der zu einigen Späßen aufgelegte Adrian Sellmann anlief und die bis dahin enge Reihenfolge an der Spitze sprengte: 112 Stundenkilometer brachte der als Torwart und Offensivspieler beim SVR aktive „Adi“ auf die Anzeigefläche und erzielte damit als Fünfter der Mannschaft einen Hunderterwert.
Kontern konnte diese insgesamt 23-beste Geschwindigkeit niemand mehr, und mir jedem folgenden (Fehl-(Versuch wurde das Grinsen des auch als Tennisspieler bekannten Sellmann breiter. Im zweiten Versuch ballerte nur noch Florian Hesse dreistellig und erreichte damit fast seine zuvor erzielten 105 km/h. Damit wurde er Zweiter, vor Joel Krümmelbein, der das Bruderduell gegen Michel klar gewann und ebenso wie Stephan Gillmann 104 km/h erzielte.
Fünf Akteure teils deutlich über 100 – sechs Akteure darunter. Würde dies noch für ein dreistelliges Teamergebnis reichen? Nicht ganz. Bei 98,81 lag der Schnitt, auch weil der SVR eine Zweiklassen-Gesellschaft aufwies. Hinter den fünf Hundertern klaffte eine ordentliche Lücke, einige im unteren 90er-Bereich – von den Kollegen flachsend „Mädchen“ genannt – kamen mit in die Wertung. Dem Klassensieger war dies erst einmal egal: Auf den Schultern der anderen „Medaillengewinner“ genoss er den Erfolg.