Die drei Besten des TSV Geismar: Christian Baier (Mitte), André Faust (links) und Patrick Hoidem.
Doch daraus wurde nichts. Thorsten Theis hatte nicht vor, seine Mannen zu schonen nach dem vorangegangenen Sieg. „Unter 90 Sachen ist verboten“, legte der zu Saisonbeginn gekommene Trainer des TSV die Messlatte hoch – und ging mit runden 100 Stundenkilometern mit gutem Beispiel voran; am Ende Rang sieben im Geismarer Ranking.
Der Coach und frühere Torwart lag mit dem respektablen Er-gebnis schon unter dem Mannschaft-Durchschnitt. Denn der TSV Geismar überzeugte mit mehreren schussstarken Schützen und legte mit mehr als 101 Stundenkilometern einen Schnitt hin, den nur wenige Kreisliga-Vereine erreichten. Nur vier der elf in die Wertung kommenden Schützen waren zweistellig, und wären darunter nicht ein 89er- und ein 90er-Wert gewesen, hätte es noch zu mehr reichen können.
Im Einzel, so schien es, war nicht mehr viel Luft nach oben, denn die schussgewaltigen TSVler erreichten nahezu ihr Limit. Wie von vielen Kameraden erwartet, kam an Christian Baier keiner vorbei. Der Spielgestalter der Geismarer bewies, was er im linken Vollspann zu bieten hat. Nach 110 km/h im ersten Durchgang legte der vierfache Torschütze des Nachmittags noch einmal nach und verbuchte stolze 115 km/h. Die bedeuten einen guten 17. Gesamtplatz. Baier ist damit der viertbeste Schütze aus dem Frankenberger Land.
Dem Sieger am nahesten kam in André Faust ausgerechnet der Torhüter des TSV, der wie drei weitere Spieler zweimal im drei-stelligen Bereich landeten. Mit 110 km/h lag Faust zunächst gleichauf mit Baier, am Ende blieb Platz zwei, vor Patrick Hoidem (108) und vor Kevin Lan-ensiepen (105), der sich ein wenig über seine 109 km/h im anschließenden „Spaßdurchgang“ ärgerte.