Eine Etage höher. Der Korbacher Benjamin Wendel, Schütze zum 3:0, schwebt in dieser Szene über dem Hünfelder Lukas Budenz. Foto: Artur Worobiow
Cramer war es „total egal, dass wir eines unserer schlechteren Spiel gemacht haben was das Offensivspiel angeht“. Danach sah es freilich anfangs nicht aus, denn seine Elf startete mit aggressivem Pressing und hatte bereits in der dritten Minute Erfolg: Nach einer Ecke von Jan-Henrik Vogel konnte HSV-Keeper Gerstung den Kopfball von Rene Huneck zwar noch abwehren, aber Christoph Osterhold nickte das Spielgerät über die Linie. Nach weiteren Chancen von Osterhold und Huneck war die Offensivkraft aber erstmal erlahmt. Stattdessen tauchten die Gäste mehrfach gefährlich vor dem Korbacher Gehäuse auf, Napiorkowski traf die Querlatte.
In dieser Phase war längst zu wenig Bewegung im Korbacher Spiel, die Außen nicht vernünftig besetzt. Erst nach einem langen Freistoß von Hendrik Osterhold auf seinen Bruder Christoph, der Vogel bediente, hieß es 2:0. Gegen Vogels Volleyschuss blieben die Gäste chancenlos (36.).
Die Platzherren wirkten freilich nur kurz befreit, eigentlich waren es nur zwei schöne Kombinationen, die aus gekonntem Kurzpassspiel und der nötigen Laufbereitschaft resultierten. Auf der Gegenseite vergab Künne vergab den Anschluss ebenso (42.) wie Giebel, der Will und Hendrik Osterhold aushebelte, aber am langen Pfosten vorbeischoss (43.).
Für den ersten Aufreger nach der Pause sorgten ebenfalls die Gäste, aber erneut Giebel traf aus fünf Metern die Kiste nicht (53.). Nach einer guten Stunde die Vorentscheidung: Matthias Rösner schickt von seiner 6er-Position den durchstartenden Christoph Osterhold, der gibt nach innen, Huneck lässt durch und Wendel muss nur noch das Spielgerät über die Linie drücken (61.). Die junge Gästetruppe, in der am Ende vier A-Jugendliche standen, spielte weiter munter mit. Den Endstand stellte schließlich nach einem Konter Huneck her (72.). In der Nachspielzeit visierte er erneut nach Rösner-Pass das Querholz an.
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