Vorbeigesegelt? Diesen Eindruck erweckt zumindest der Korbacher Bastian Schade (Mitte) in dieser Zweikampfszene mit Tim Krollpfeiffer. Rechts schaut Patrick Voss zu. Foto: py
Fünftes Spiel, vierter Sieg: Auch der TSV/FC Korbach II hat im Gruppenliga-Derby die Erfolgsserie der SG Bad Wildungen/Friedrichstein nicht stoppen können. Die Elf um den überragenden Carsten Laun gewann mit 3:1. „Wir waren im Spiel nach vorn zu ungenau“, kritisierte Korbachs Trainer Ulrich Schwalenstöcker. „Wir hätten mehr aus dem Mittelfeld raus machen müssen, waren nicht so kombinationssicher, wie wir es hätten sein müssen.“ Kollege Oliver Dephilipp hob erst einmal die kämpferische Einstellung seiner Spieler hervor. „Das war ein Arbeitssieg für uns, aber ein verdienter.“ Vorbildlich wieder einmal Mannschaftskapitän Carsten Laun, der im Mittelfeld die Korbacher allein beschäftigte, keinen Ball verloren gab und seine Leistung mit zwei Treffern krönte.
Die Hausherren beschäftigten von Beginn an Korbachs Keeper Stecker, der gegen Dephilipp noch retten konnte (17.), gegen Carsten Launs Schlenzer an den Innenpfosten aber machtlos war (23.). Mit der ersten Chance der Korbacher gelang Bröhland per Flachschuss der Ausgleich (30.), Stecker rettete ihnen durch Paraden gegen Öztürk (31.) und Dephilipp (43.) das glückliche Remis in die Pause. nach dem Wechsel unterbanden die Badestädter den Spielaufbau der Korbacher, Carsten Laun legte nach Öztürk-Vorlage das 2:1 nach (51.). Danach vergaben die Badestädter reihenweise Chancen, bis Bamberger das 3:1 gelang (80.).
Mit drei Toren Unterschied verlor der TSV Sachsenhausen sein Gruppenliga-Heimspiel gegen die SG Beiseförth/Malsfeld, die nach dem starken Auftritt der Braune-Elf gegen den FC Körle als Gegner auf Augenhöhe eingestuft wurde. Doch die Schwäche der eigenen Abwehr bei Standards wurde dem TSV erneut zum Verhängnis, die Stürmer blieben in der Gästeabwehr hängen. „In der ersten Halbzeit haben wir zwar das Spiel bestimmt“, analysierte Karsten Braune, „uns aber keine echten Chancen herausgespielt und sind dann durch so ein blödes Ding in Rückstand geraten. Nach der Pause kommen dann diese zwei eklatanten Dinger dazu, da hat sich die Mannschaft natürlich aufgegeben.“ Die Gästeführung besorgte Giesen schon nach zwölf Minuten, als er im Getümmel nach einer Ecke den Durchblick behielt. Ein Lehmann-Freistoß bot die Chance zum Ausgleich, doch der Ball landete nicht bei Faust, sondern in den Händen von Gästeschlussmann Vaupel (13.). Auch das 2:0 der Gäste fiel nach einer Ecke, die Giesen einnickte (52.). Nur zwei Minuten später fiel das 3:0, als Eren flankte, Moor über den Ball trat und Molnar aus zwölf Metern die Einladung nicht ausschlug.
Gedämpfte Stimmung trotz drei Punkten: Fußball-Gruppenligist SG Rhoden/Schmillinghausen hat sein Gastspiel beim TSV Zierenberg mit 1:0 gewonnen, dafür aber Stürmer Nowitzki verloren. Auf dem tiefen Boden in Zierenberg erwischten die Gäste einen Blitzstart, nach schöner Vorarbeit von Wieczorek sorgte Nowitzki für die Führung (4.), danach konzentrierten sich beide Teams auf die Abwehrarbeit. In der 22. Minute stand Nowitzki erneut im Mittelpunkt: Nach einem Kopfballduell mit Dietzel sah er eine fragwürdige Rote Karte - weder der Rhodener, noch sein Gegenspieler wussten, warum. Die SG lieferte in der Folge eine konzentrierte Abwehrleistung, entlastet durch periodische Angriffe. Die gefährlichste Chance der Hausherren in der zweiten Halbzeit hatte Stück, der aber aus 16 Metern verzog (86.). Mit der Leistung seines Teams war Spielertrainer Oliver Hintschich hochzufrieden. „Wir haben eine unserer konzentriertesten Abwehrleistungen an den Tag gelegt.“
Am Anfang wären sie mit einem Punkt zufrieden gewesen, am Ende hätten es auch drei sein dürfen: Der TSV Altenlotheim hat in der Gruppenliga-Partie bei der Hessenliga-Reserve des 1. FC Schwalmstadt einen Punkt geholt.
Der TSV erwischte einen guten Start und war von Beginn an hellwach. Von Drachs 20-Meter-Knaller lenkte Keim mit den Fingerspitzen über das Tor (6.), nur eine Minute später traf Wissemann nach Eisenmann-Ecke aus acht Metern die Latte, ehe keine Zeigerumdrehung später Keim in höchster Not gegen Wissemann klären musste. Etwas überraschend fiel auf der Gegenseite das 1:0 durch Wiederhold. Von den Hausherren war im zweiten Abschnitt nichts zu sehen, bis sie Seibert im Strafraum legten. Bremmer verwandelte den anschließenden Foulelfmeter zum längst fälligen Ausgleich (84.). Danach werkelten die Gäste mit langen Bällen noch am 2:1, auf dem nassen Rasen blieb ihre Strategie aber erfolglos.
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Eine Klage will er vermeiden, die angebotene Pauschal-Entschädigung von 11.000 Euro hält er aber nicht in jedem Fall für angemessen: Anwalt Andreas Widmann vertritt deutsche Passagiere des Kreuzfahrtschiffs, das vor einem Monat in Italien verunglückte. mehr