Wird in Eiterfeld vermutlich wieder die Liberoposition bekleiden: Hendrik Osterhold vom TSV/FC Korbach. Foto: py
„Das ist wohl wahr, da muss ein ,Dreier‘ her“, verkündet Trainer Tobias Cramer. „Momentan befindet sich Eiterfeld auf Augenhöhe mit uns. Wir müssen deshalb nachlegen.“
Die bisherigen Gastspiele der Korbacher waren eher mau. Man kennt das. „Die Heimfahrten waren immer trostlos“, verrät Cramer seine Gefühle: „Ich möchte endlich einmal mit wenigstens einen Zähler im Gepäck nach Hause fahren, besser wären natürlich drei.“
Welche Besetzung den Erfolg bewerkstelligen soll, darüber war sich Cramer noch nicht im Klaren. „Momentan sind alle, die ich ins Auge gefasst habe, fit – bis auf Oliver Banner alle.“ Erst nach dem Abschlusstraining heute wird Cramer entscheiden, wen er mit nach Eiterfeld nimmt. Ebenfalls offen ließ er, „mit welchem System bzw. welcher Grundordnung wir spielen werden“. Durchaus möglich also, dass die Kreisstädter wieder mit Libero agieren werden.
Mit ihren Gastgebern haben die Korbacher den mäßigen Start (beide sieben Punkte) und einen neuen Trainer gemeinsam. Als sich „Retter“ Andreas Herzberg Richtung Steinbach trollte (dabei verbrannte Erde hinterließ und noch Bastian Gräb mitnahm) holte der VfL Eiterfeld Uwe Hartmann, der wusste, auf was er sich einließ. „Die Saison wird auf jeden Fall schwer für uns. Wir werden uns immer kleine Ziele vornehmen“, sagte er.
Der Kader der Osthessen ist mit 15 Spielern für einen Verbandsligisten viel zu klein. Hinzu kommt, dass eine Mehrheit von sechs Spielern gelernte Innenverteidiger ist. „Ich komme also nicht daran vorbei, ständig die Mannschaft umzustellen“, so Hartmann, der vor allem einen echten Spielmacher im Team vermisste.
Der 37 Jahre alte Coach hat Korbach beim 1:3 in Steinbach gesehen. Sein (nicht überraschendes) Urteil: „Nach vorn hin war das ja ganz okay, aber nach hinten, oweia. Da war ja überhaupt kein Leben in der Mannschaft, keiner, der sich gegen die drohende Niederlage stemmt.“ Die Rückkehr des Gegners zum System mit Libero kommentierte Hartmann so: „Wenn ein Trainer in der Verbandsliga auf so etwas zurückgreift, dass muss die Not ganz schön groß sein.“
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