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SC Willingen erwartet die Reserve des KSV Hessen Kassel

Schwalenstöcker: Mehr Aggressivität

Willingen (ni). Über den nächsten Gegner macht sich Ulrich Schwalenstöcker keine Gedanken. „Damit könnte ich mich beschäftigen, wenn wir mit uns selbst im Klaren wären“, sagt der Trainer des SC Willingen vor dem sonntäglichen Auftritt in der Fußball-Verbandsliga Nord gegen Hessen Kassel II.

Zeigen die Willlinger Spieler mehr Biss ausgerechnet im Spiel gegen die Löwen vom KSV Hessen Kassel II?. Das heißt auch eine bessere Zweikampfführung für Daniel Wilke (rechts), der hier gegen Jonas Will (Korbach) den Ball erobern will.

© aw

Zum einen ist da die weiter immens angespannte Personalsituation, aber auch in puncto Einstellung liegt bei den Upländern einiges im Argen. „Irgendwie müssen wir der Mannschaft die nötige Aggressivität einbleuen“, hofft er auf eine entsprechende Lektion aus dem 0:2 im Derby am Mittwoch. „Wir sind in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen.“ Und als es nach der Pause besser wurde, da war zu sehen, wenn alle richtig Gas geben, dann gerät der Gegner durchaus ins Wanken.

Aber auch da wurde das Spiel oft genug nicht richtig auseinandergezogen, drängten etwa die Außen Daniel Butterweck oder Philipp Ullbrich zu sehr nach innen. „Im Gegensatz zu Korbach fehlte uns die Grundordnung“, so Schwalenstöcker, „die haben das Bällchen laufen lassen, das hatten die uns voraus.“ Unterm Strich war es ein bitterer Abend, allenfalls Daniel Wilke, für den privat verhinderten Marco Harnacke in die Innenverteidigung gerückt, kann sich als Gewinner fühlen und erneut auf die Startelf hoffen.

„Gegen Korbach zu verlieren ist besonders ärgerlich“, verrät Schwalenstöcker nichts Neues, „aber die wichtigen Spiele kommen erst noch.“ Nach dem Heimauftritt gegen Kassel haben die Upländer die obere Tabellenhälfte „abgearbeitet“, danach kommen die direkten Konkurrenten aus der hinteren Region. Schwalenstöcker: „Selbst wenn alle Spieler an Bord sind, dann zählt für uns als Aufsteiger nur der Klassenerhalt.“ Und wenn, wie jetzt, gleich eine Handvoll Leistungsträger ausfällt, dann wird es schwierig. „Weil für den ein oder anderen ist der Sprung in die Verbandsliga einfach sehr groß.“

Gegen die Regionalliga-Reserve wird die Lage nicht besser, Keindl, der an der Stirnhöhle operiert wurde, und Max Ullbrich (Innenbanddehnung) sind die jüngsten Ausfälle. Noch zu früh kommt der Einsatz für Consti Kesper, Tesfu und Meyer. „Aber die, die auf dem Platz stehen, müssen endlich von der ersten Minute an bissig sein“, hofft Schwalenstöcker auch darauf, dass sich die Spieler nun auch untereinander entsprechend motivieren.

Vielleicht können sie dann am Sonntag KSV-Trainer Wolfgang Zientek bestätigen. „Ich habe Willingen noch aus meiner eigenen Zeit in unangenehmer Erinnerung.“ Und: „Gegen Hessen Kassel, egal ob erste oder zweite Mannschaft, geben alle immer 120 Prozent.“ Mit einem Punkt aus zwei Spielen lief es zuletzt bei seinem Team auch nicht rund. Insgesamt ist der Coach aber mit dem Auftakt angesichts von zwölf Neuzugängen mehr als zufrieden. „Wir wollen jetzt wieder was holen“, baut er dabei auch auf die Qualitäten des Ex-Korbachers Viktor Schan. „Er ist als Außenverteidiger oder auf der Sechs vielseitig einsetzbar“, lobt ihn Zientek. Dazu werden wieder zwei, drei Verstärkungen aus der „Ersten“ kommen.
Mit zwölf Treffern führt Harez Habib die Torjägerliste der Verbandsliga an. „Er hatte das Glück da zu stehen, wo er den Ball nur noch reinmachen musste“, stellt Zientek aber die ganze Mannschaft in den Vordergrund. Auf den Teamgeist hofft auch Schwalenstöcker.


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