Auf die Tore von Adam Sek (rechts) - hier gegen Nils Backhaus, der mit dem TSV Altenlotheim die SG Gilsa/Jesberg empfängt,) - hofft der starke Neuling SG Rhoden/Schmillinghausen auch im Derby in Bad Wildungen. Fotos: py
Bad Wildungen/Friedr. – Rhoden/Schmillingh.
Der SC Willingen an der Spitze, die SG Bad Wildungen/Friedrichstein und die SG Rhoden/Schmillinghausen mit jeweils nur einem Punkt weniger die Nummer drei und vier der Tabelle: „Das ist schon eine interessante Konstellation“, sagt Oliver Dephilipp. Sie verlangt dem 33 Jahre alten Wildunger Spielertrainer aber auch die Kunst ab, seine Spieler auf dem Teppich zu halten. „Meine junge Mannschaft neigt bei Erfolgserlebnissen dazu, etwas zu leichtsinnig zu werden“, sagt er und würde den Spielern am liebsten die aktuelle Tabelle als Hintergrundfoto fürs Handydisplay vorschreiben. Warum? „Ein Blick dürfte ausreichen zu erkennen, dass gegen Rhoden überhaupt kein Anlass zu Überheblichkeit besteht. Das Torverhältnis von 10:3 aus fünf Spielen sagt alles aus.“
Hochachtung hat Dephilipp vor allem vor seinem Kollegen Oliver Hintschich im Zentrum der Kette: „Er ist nicht nur als Trainer, sondern auch als Spieler Kopf der Mannschaft.“ Imponiert hat ihm auch sein Ex-Teamkamerad aus Sachsenhäuser Zeiten, Tobias Friele, auf der rechten Außenbahn. „Der frisst ja während eines Spieles bestimmt seine zehn Kilometer“, wundert sich Dephilipp.
Carsten Laun ist nach wie vor angeschlagen. Der Mittelfeldregisseur und Kapitän leidet noch immer an den Spätfolgen eine Rippenbruchs im Juli. Er muss noch einmal in die „Röhre“, um eine Fehldiagnose auszuschließen. Letztmals fehlt den Badestädtern Eugen Ruf, er wurde nach seinem Platzverweis in Altenlotheim für zwei Spiele gesperrt.
Zur Roten Karte gegen Ruf findet sich eine Parallele bei der SG Rhoden/Schmillinghausen: Der Platzverweis von Sandro Nowitzki am vergangenen Sonntag in Zierenberg. „Mit tut es leid um den Jungen, der so ausgebremst wird, der wirklich nichts getan hat“, sagt Oliver Hintschich. Sogar Nowitzkis Gegenspieler habe dem Schiedsrichter versichert, dass er in ihn hineingelaufen sei. Am Samstag in Altwildungen wird der Torjäger also nicht mitmischen. Das sei aber kein Beinbruch, sagt Hintschich: „Sandro fehlt uns natürlich sehr, dazu spielte er bislang eine zu überragende Saison. Auf der anderen Seite kann das Kollektiv jetzt zeigen, dass es auch so einen Ausfall wegstecken kann.“
Hintschich geht ins Derby mit dem Ziel, „dass wir weiter ungeschlagen bleiben“. Ansonsten bleibt er zurückhaltend: „Uns geht es nach wie vor darum, dass wir möglichst schnell die Punkte zum Klassenerhalt schaffen. Zwölf reichen noch nicht, da brauchen wir noch ein paar“.
Altenlotheim – Gilsa/Jesberg/Wa.
Für einen Aufsteiger sei das zweite Jahr das schwerste, besagt eine Fußballweisheit. Die SG Gilsa ist auf dem besten Wege, sie zu widerlegen: Die Mannschaft ist noch ungeschlagen und weist das zweitbeste Torverhältnis vor. Altenlotheim will beides ändern. Gelingt das, wären anschließend beide Teams punktgleich. Kai Bremmer ist überrascht vom starken Abschneiden der Schwälmer. „Ich weiß gar nicht so recht, was ich davon halten soll. Aber sie scheinen sich wirklich gut verstärkt zu haben.“ Die weiße Fahne will Bremmer deshalb nicht schwenken, im Gegenteil. „Wir haben ein Heimspiel und da verlange ich einen Sieg“, so seine klare Ansage. Bremmer, der aktuell einzig die Chancenverwertung kritisiert, ist optimistisch: „Wir sind gut drauf, die Jungs ziehen alle mit. Die Moral stimmt, auch bei Rückständen kommen wir wieder zurück. Kurzum: Wir sind heiß auf jedes Spiel.“
Korbach II – Schwalmstadt II
Achter gegen Sechster: Im Verfolgerduell werden die Weichen für die kommenden Wochen gestellt. Einen Favoriten zu benennen, fällt schwer. Schwalmstadt ist noch ungeschlagen, Korbach hat den Heimvorteil im Rücken.
TSV/FC-Trainer Uli Schwalenstöcker erwartet einiges vom Gegner. „Schwalmstadt wird uns mannschaftstaktisch noch mehr fordern als die letzten Teams,“ formuliert Korbachs Coach. Weil der kaum Räume für seine Spieler erwartet, fordert er: „Wir wollen und müssen unser Kombinationsspiel verbessern, was aber leider nur mittelfristig geht. In der Zwischenzeit gleichen wir unsere Defizite durch Engagement, Laufbereitschaft und Kampfkraft aus.“ Die Fabisch-Brüder Dennis und Andreas fehlen mit Knöchelverletzungen. Stadtler, Walger, Stecker, Schade und Becker sind angeschlagen. Schwalmstadt ist komplett.
Gensungen/Felsberg – Willingen
Die Gastgeber feierten mit dem 6:1 am vergangenen Sonntag in Lohre den ersten Saisonsieg, sie blieben also auswärts ungeschlagen. Daheim aber setzte es gegen Wildungen (0:7) und Gilsa (0:5) herbe Niederlagen. Umgekehrt ungeschlagenen Upländer auswärts noch keinen Punkt abgegeben. Jürgen Lohne, personell gebeutelt, rechnet sich nicht viel aus, „denn die sind für mich wieder absoluter Meisterschaftsfavorit“. Kollege Hubertus Albers wirft vor der Partie in Felsberg erst einmal einen Blick zurück. „Mengsberg war wirklich ein starker Gegner und hat uns alles abverlangt“, sagt der SCW-Coach – vor allem zu Beginn machte der TSV Betrieb. Albers zieht daraus diese Lehre: „Egal, mit welchem Gegner wir es zu tun haben, wir müssen von Anfang an hellwach sein.“ Er hat alles an Bord.
Mengsberg – Sachsenhausen
Fünf Spiele, vier Niederlagen, 18 Gegentore: Trotz einiger Lichtblicke steckt Sachsenhausen im Keller. Der gastgebende TSV Mengsberg hat nur zwei Zähler mehr auf der Habenseite. Ergebnisse der Vorsaison: 4:3 und 0:1.
Mengsbergs Trainer Achim Gleim hat klare Vorstellungen: „Wir wollen in der Winterpause nicht wieder im Abstiegskampf hängen. Bislang haben wir so schlecht nicht gespielt, aber die Punkte fehlten.“ Deshalb gilt: „Jetzt gegen Sachsenhausen und dann gegen Beiseförth müssen wir sechs Punkte holen.“ Unterschätzen wollen die Mengsberg ihren Gast laut Gleim aber „auf keinen Fall“.
Auch bei Karsten Braune kann davon keine Rede sein. „Natürlich streben wir den bestmöglichen Erfolg an“, sagt der Coach, „aber realistisch betrachtet wäre ich auch mit einem Punkt zufrieden.“ Warum? „Wegen der Stärke der Mengsberger. Sie haben eine sehr gute Mannschaft, die besonders in der Offensive sehr stark besetzt ist, und ihre bisherigen Leistungen gegen starke Gegner waren auch in Ordnung.“ Sobieraj und N. Müller fehlen ihm.
Zwei Tote und fünf Verletzte hat die Polizei im westfälischen Hamm in einer Wohnung entdeckt. Es sei wahrscheinlich, dass eine defekte Heizung die Familienmitglieder im Alter zwischen 7 und 57 Jahren vergiftet habe, berichtete die Polizei am Donnerstag. mehr