Christoph Keindl (hinten; hier in der Partie gegen Sand) musste nach einer halben Stunde mit einer schweren Kopfverletzung ausgewechselt werden. Foto: Worobiow
Die erste Hälfte dominierten überraschend die Gäste, „super gespielt“, kommentierte Trainer Bernd Keindl die Vorstellung seiner Elf. Dabei musste er nach einer halben Stunde seinen Sohn Christoph auswechseln, der schwer mit dem Kopf mit einem Gegenspieler zusammengerasselt war. Er fuhr mit ihm kurz danach ins Krankenhaus, dort wurde bei einer Computertomographie festgestellt, dass die Stirnhöhlenvorderwand eingedrückt ist. Noch am Abend ging es weiter von Fulda zur Uniklinik nach Kassel. Keindl war aber jederzeit ansprechbar, "Ich habe nicht geblutet, habe keinen Schwindel, keine Kopfschmerzen", erzählte er selbst auf der Fahrt nach Kassel, "nur diese Delle am Kopf".
Der spielfreudige Johannes Hoffmann hatte die Upländer nach 13 Minuten verdient in Führung gebracht. Die Freude währte aber nicht lange, denn direkt danach köpfte Sascha Decher unbedrängt einen Eckball zum bis dahin glücklichen Ausgleich ein. Die Gäste hatten im ersten Durchgang noch zwei, drei gute Gelegenheiten, darunter ein brandgefährlicher Freistoß von Hoffmann, um doch mit einer Führung in die Kabinen zu gehen.
Nach dem Wechsel wurde der Druck der Lehnerzer aber immer größer, die Kabinenansprache trug nun Früchte. Die Gäste kamen selbst nur noch selten zu Entlastungsangriffen. Bis zur 75. Minute hielt die SCW-Defensive, dann fuhr aber die Gastgeberelf von Trainer Rolf Gollin doch noch einen standesgemäßen 4:1-Sieg ein.Erst gelang Sascha Hasenauer die Führung für den TSV (75.), um dann schnell das 3:1 nachzulegen (77.). Alexander Scholzmachte vor 150 Zuschauern alles klar (84.).
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