Beste Leistung der Saison bisher: Steffen Klein gewann in der Mitte zwei Partien für Reddighausen.
Dabei waren die Gastgeber ganz nah dran an der Revanche für die Hinspielniederlage. Sie führten gegen den Tabellenführer, der seinen Spitzenmann Klaus-Peter Hetzler ersetzen musste, schon mit 7:4 und 8:5. Die letzten Siegeshoffnungen platzten im Schlussdoppel, das Dithmar und Andreas Kolberg gegen Bernd Hetzler und Rolf Osterhold abgaben. Es waren überhaupt die Doppel, die dem TTV den halben Schluck aus der Punktepulle erlaubten. „Optimal aufgestellt“, meinte Teamchef Osterhold. „Das war der Knackpunkt“, gab ihm Dithmar recht. Schon zu Beginn hatten Hetzler/Osterhold sowie Otmar Hanickel/Gerhard Behle ein Übergewicht hergestellt; für den SVR hielten Dithmar/Kolberg dagegen.
Im Einzel hatten die Korbacher erst mal nicht so viel zu bestellen. In der ersten Runde kamen nur Behle mit seinem Erfolg über Dirk Wagner und Bernd Todt zum Zuge, der Gerhard Bergmoser schlug. Bärenstark die Reddighäuser Spitze, Dithmar und Bastian Tihanyi erreichten eine 4:0-Bilanz. In der Mitte trumpfte Steffen Klein mit ebenfalls zwei Siegen auf. „Bei ihm ist der Knoten geplatzt“, lobte Dithmar den Teamkollegen, wie er überhaupt befand. „Die jungen Burschen haben einen super Job gemacht.“ Hinten war in der ersten Runde für den SVR zudem Kolberg siegreich.
Vor den letzten vier Einzeln hatten sich die Korbacher mit der Niederlage mehr oder weniger abgefunden. „Wir haben uns nur gesagt, so knapp wie möglich, am Ende könnte ja auch das Spielverhältnis zählen“, berichtete Rolf Osterhold. Als sich Kleins zweiter Erfolg zum achten Punkt des SVR abzeichnete, war Ottmar Hanickel am anderen Tisch gerade Fünfsatzsieger über Wagner – der fünfte Zähler des TTV.
Die Wende erzwangen zwei „alte Hasen“ – als Familienangelegenheit sozusagen: Bernd Todt und Osterhold, die Kolberg und Bergmoser abblitzen ließen, sind verschwägert. Das Schlussdoppel wurde zum Spiegel der ganzen Partie. Dithmar/Kolberg, in dieser Saison bis dahin erst einmal bezwungen, holten mit 11:4 den ersten Satz. „Da haben wir gedacht, das kriegen wir hin“, so Dithmar. Doch ihre Gegner stellten um und glichen aus. Ihr Kampfgeist war geweckt. „Wir haben gewusst, wenn wir den dritten Satz irgendwie nach Hause bringen, haben wir die Siegchance“, erzählte Osterhold. Und tatsächlich: Mit zweimal 11:8 holten er und Hetzler die Sätze drei und vier. „Es lief fast wie in früheren Zeiten“, schmunzelte der Korbacher Teamchef.
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