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Biathlon IBU-Cup in Altenberg

Nadine Horchler um 0,8 Sekunden am Sieg vorbei

Altenberg/Willingen (ni). Es fehlte nur eine Skilänge zum Sieg, aber dennoch überwog die Freude. Na­dine Horchler vom SC Willingen glänzte beim Biathlon-IBU-Cup in Altenberg mit zwei zweiten Plätzen. Ihre jüngere Schwester Karolin stürmte von Rang 38 auf 11 vor. Carolin Hen­necke wurde 14.

Da darf gejubelt werden: Nadine Horchler feiert ihren zweiten Platz in der Verfolgung beim IBU-Cup in Altenberg. Schon im Sprint am Freitag hatte sie ebenfalls Rang zwei belegt. Foto: Victoria Franke

Hatte Nadine Horchler im Sprint noch 19,5 Sekunden Rückstand auf Iris Waldhuber, so musste sie sich ihr in der 10-km-Verfolgung erst im Zielsprint hauchdünn geschlagen geben.
„Ich habe die Österreicherin die ganze Zeit nicht gesehen“, beschrieb Horchler den Rennverlauf. Nach null Fehlern ließ sie im zweiten Liegendanschlag eine Scheibe schwarz. Als sie dann im ersten Stehendschießen gleich zwei Strafrunden buchte, da schien der Platz auf dem Podium weg zu sein. „Da war ich nur noch Achte“, konzentrierte sich die 24-Jährige auf den letzten Aufenthalt am Schießstand – null Fehler.
„Trotzdem ging es eigentlich für mich nur noch darum, die Russin Uliana Denisova einzuholen.“ Das dauerte nicht lange. Aber Waldhuber schien zu weit weg, auch wenn sie die letzten beiden Scheiben, damit insgesamt auch drei, verfehlt hatte. Denn da waren plötzlich wieder die rund 20 Sekunden Rückstand wie im Sprint. „Doch vor dem letzten Berg habe ich sie plötzlich vor mir gesehen“, drehte Horchler diesmal in der Loipe den Spieß um, „das war wie Fliegen“.
Nach 32:40,09 Minuten fehlten der Ottlarerin nur 0,8 Sekunden zu ihrem ersten Sieg im B-Weltcup.
Gleichzeitig freute sich Nadine Horchler über die Vorstellung ihrer Schwester Karolin: „Das war richtig gut“, beschrieb sie deren Ritt von Rang 38 nach dem Sprint bis auf den elften Platz. Die 21-jährige Sportsoldatin vom WSV Clausthal-Zellerfeld war die Einzige der 60 Starterinnen mit nur einem Fehler. Nur die Verfolgung gerechnet, verbuchte Karolin die viertbeste Nettozeit.
Die Stormbrucherin Carolin Hennecke, Sechste nach dem Sprint, hatte ihre 32,2 Sekunden Rückstand als ideale Position gesehen, um von hinten anzugreifen. „Aber das waren einfach wieder zwei Fehler zu viel“, kommentierte sie ihre insgesamt fünf Strafrunden, auch wenn sie in der Spur wieder eine der Schnellsten war. Eine leichte Verlagerung im Anschlag, etwas Wind, ein bisschen unkonzentriert – vermutlich war von allem etwas der Grund für Platz 14 mit 2:11,3 Minuten Rückstand.

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