Mann des Spiels: Rene Eickhoff stellte mit zwei Toren für Ederbergland die Weichen früh auf Sieg, hier versetzt er vor den Augen von Schiri-Aissistent Philipp Metzger den Eddersheimer Dennis Dienst.
Ederbergland hatte sich vorgenommen, trotz der Stärke des Gegners forsch aufzutreten und mit offensivem Forecheking zu beginnen. Das ging auf: Schon der erste Torschuss der Partie brachte das 1:0. Nach einem Stellungsfehler der Gäste fackelte Rene Eickhoff nicht lange, drehte sich 15 Meter vor dem Tor mit dem Ball und schoss trocken ein. Später bestachen die Gastgeber durch Rhythmuswechsel, griffen mal früh an, mal ließen sie sich etwas tiefer fallen und verlangsamten das Tempo. Eddersheim dagegen offenbarte auch nach dem Rückstand ungeahnte Schwächen in der Defensive; in Form von Ballverlusten im Aufbau und fehlender Zuordnung in der Deckung. Eickhoff erfreute sich daran, hätte schon 70 Sekunden nach dem ersten das zweite Tor nachlegen können. Doch der Ball landete am Pfosten. Erneut nur wenig später verpassten zwei Ederbergländer eine Hereingabe nur hauchdünn. Und nach zehn Minuten hatte Eickhoff nach Fußgelenk-Pass von Karge erneut nur noch FC-Torhüter Borchert vor sich, den er im Eins-gegen-Eins überwandt – 2:0.
Bis zur 22. Minute dauerte es, ehe der Gast erstmals gefährlich wurde, doch der Schuss von Lindner wurde abgeblockt. Und Adrien Antinac (27.) blieb an FCE-Keeper Casella hängen. Zu wenig inspiriert waren die Aktionen der eigentlich so spielstarken Elf aus dem Main-Taunus-Kreis. Trainer Kreil war nicht zufrieden, wechselte nach 32 Minuten bereits Abwehrspieler Grüll und den zentralen Dietz aus. An den Einwechslungen lag es aber nicht, dass Eddersheim heran kam; eher schon daran, dass sich die Heimelf ob des Vorsprungs eine Zeit lang zu sicher wähnte. Das zu sorglose Mitlaufen bestrafte der Gast mit dem 1:2, als der Ball nahezu ungehindert über rechts vors Tor gelangte und Julien Antinac vor Behle am langen Pfosten zur Stelle war.
Zwei Großchancen beendeten den ersten Durchgang. Hüben setzte Ellerich völlig allein stehend einen Heber über den Torwart, aber auch über den Kasten (33.). Und drüben rutschte Aguirre 120 Sekunden später in eine Hereingabe, semmelte das Leder aber aus vier Metern über das leere Tor. „Wenn das eben eine Hundertprozentige war, dann war das für Eddersheim jetzt eine 150-Prozentige“, analysierte Ehrenkreisfußballwart Wilhelm Plett treffend.
In Halbzeit zwei war die Frede-Elf die erste Viertelstunde in der eigenen Hälfte ordentlich beschäftigt, nahm aber keinen Schaden. Denn trotz vieler Angriffe spielte sich der Aufstiegsaspirant kaum klare Torchancen heraus. Meist wurde mit Schüssen nahe des Strafraums abgeschlossen, die Casella mehr oder weniger sicher meisterte.
Zwischendurch erarbeiteten sich die Platzherren immer wieder Entlastung. Treffer fielen keine mehr; weder die Vorentscheidung, weil der von Westermann bediente Eickhoff aus der Drehung Zentimeter drüber schoss (59.), noch der Ausgleich – zum einen, weil es Reuter (70.) nach Breuers Fehlpass Casella zu leicht machte und Houness vor dem Keeper zu lange zögerte (72.); vor allem aber, weil den meist über eine sehr gute Spielanlage verfügenden Gästen diesmal Selbstbewusstein und Durchsetzungskraft fehlten und die Platzherren – mit dem tags zuvor 23 gewordenen Pracht anstelle von für Urlauber Möllmann in der Abwehr – kaum einmal patzten. Auch die Einwechslung von Joker Leifermann, der die letzten drei Eddersheimer Tore in Allendorf schoss, änderte daran nichts mehr.
Gruppenliga: FCE-Zweite beim 0:5von der Rolle
Für die zweite Mannschaft des FC Ederbergland II war das Kräftemessen mit dem Spitzenreiter weit weniger von Erfolg gekrönt wie für den FCE I. Der Gruppenliga-Aufsteiger war schon zur Pause gegen die Teutonenaus Watzenborn-Steinberg auf verlorenem Posten, verlor am Ende mit 0:5 (0:4).
Katastrophales Defensivverhalten nutzten G. Parson (3., 17., 30.) und Schmidt (35.) zum Pausenstand. Der Gast schaltete nach dem Wechsel einen Gang zurück, während der FCE nun beherzter auftrat und sich einen Ehrentreffer verdient hätte. Den Schlusspunkt setzte aber N. Parson (70.) zuum 0:5.
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