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Handball, DM-Viertelfinale

HSG-A-Jugend mit großem Ziel nach Oyten

Bad Wildungen (oh). Die DM-Endrunde mit Heimvorteil winkt, doch der Weg zum großen Ziel führt nur über den TV Oyten: Am Sonntag gastiert die weibliche Handball-A-Jugend der HSG Bad Wildungen zum Viertelfinal-Hinspiel vor den Toren Bremens.
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Leistungsträgerin mit Zweitliga-Erfahrung: Auch auf Esther Meyfarth kommt es am Sonntag an. Foto: tsp

„Es ist schwer, bei den Feiertagen den Spielrhythmus zu behalten“, sagt Trainer Markus Berchten. Dennoch wollen er und sein Team nach dem Staffelsieg in der Regionalliga Ost und dem Gewinn der südwestdeutschen Meisterschaft mehr – vor allem seit feststeht, dass die heimische Ense-Halle als Austragungsort für das „Final Four“ um die deutsche Meisterschaft auserkoren wurde.
„Die Fitness stimmt“, betont Berchten. Er sei deshalb zuversichtlich, ein knappes Ergebnis in Oyten zu erreichen. Allerdings sind die Gastgeberinnen ein hochkarätiger Gegner, sie verfügen über eine Menge Erfahrung in entscheidenden Spielen. Der TV Oyten hat in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge die norddeutsche Meisterschaft gewonnen.
Dabei verwies der Zweitliga-Nachwuchs des TVO die HSG Nord Edemissen im Endspiel des Final-Four-Turniers in Halle (Saale) nach einem 15:16-Pausenrückstand mit 37:29 in die Schranken. Zuvor hatte sich Oyten in der in der heimischen Pestalozzihalle ausgetragenen Vorrunde bereits gegen Edemissen mit 31:29 durchgesetzt.
„Ich hätte an beiden Wochenenden nicht eine Spielerin weniger dabei haben dürfen, letztlich hat in den engen Partien unser auch in der Breite gut besetzter Kader den Ausschlag gegeben“, sagt Oytens Trainer Sebastian Kohls und hebt die Ausgeglichenheit seines Teams als einen Pluspunkt hervor.
Markus Berchten versucht denn auch Druck von seinen Spielerinnen zu nehmen. Der TV Oyten besitze „eine harmonisch gewachsene Mannschaft mit vielen tollen Einzelspielerinnen und einem breiten, gut ausgebildeten Kader und steht nicht zum ersten Mal in dieser Ausgangslage“. Auf der anderen Seite weiß der Schweizer, dass seine junge Auswahl hochmotiviert und für eine Überraschung immer gut ist. „Die Gier nach dem Final Four, das man in der eigenen Halle bestreiten könnte, wächst beim Team.“
Unabhängig vom Ausgang der Viertelfinalpartien gegen Oyten hat die mit nur zwei Spielerinnen (Esther Meyfarth und Sophie Bachmann) des älteren A-Jugend-Jahrgangs besetzte HSG aus dem Handball-Leistungszentrum bereits viel mehr erreicht, als es der auf zwei Jahre angelegte Erfolgsplan ihres Trainers vorsah. Erst im kommenden Jahr wollte der Trainer das Erreichen die Qualifikation fürs Endrundenturnier der besten vier A-Jugend-Teams ins Auge fassen. Dass sich die Badestädterinnen bereits jetzt dafür qualifizieren können, ist umso schöner. Im kommenden Jahr verfügen die dann ihrerseits über genug Erfahrung für derartige Finalspiele.
Im Viertelfinale – das Rückspiel findet am nächsten Samstag (17 Uhr) in der Ense-Halle statt – erwartet Berchten spektakuläre schnelle und torreiche Spiele. Er hofft auf einen regen Zuschauerzuspruch.

Mehr lesen Sie in unserer Printausgabe am Freitag.


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