Lamentieren hilft nichts – wie es hier Ederberglands Oleg Schneider im letzten Spiel in Eddersheim gegen Armando Aguirre tut. Der FCE muss sich selbst aus der Minikrise ziehen. Foto: Lorenz
So ein Hunds-Samstag muss nicht noch mal vorkommen – da sind sich die Ederbergländer einig. Zwei herbe Klatschen gab es vor einer Woche für erste und zweite Mannschaft auswärts. An diesem Samstag spielen sie erneut hintereinander, diesmal zu Hause; diesmal aber auch gegen Gegner ganz anderen Kalibers.
„Ich hoffe, dass wir die richtige Antwort parat haben, eine Trotzreaktion zeigen“, sagt Frank Frede im Vorfeld des Duells gegen den Verbandsliga-Spitzenreiter, der auch diesmal um den Aufstieg mitspielen will. Der FCE-Coach weiß, dass seine Elf nach nur einem Punkt aus vier Spielen ein Erfolgserlebnis braucht, um den Weg aus der Minikrise zu finden.
Die ist nicht wegzudiskutieren, nachdem die Spieler zwar keineswegs durchweg enttäuschten, aber in jenen vier Spielen in Offensive und Defensive die gewohnte Souveränität vermissen ließen und dadurch um die Früchte gebracht wurden. Elf Gegentreffer sind einer der schwächsten Werte der Liga, „verursacht durch individuelle Fehler, die wir zuletzt nicht abstellen konnten“, so Frede.
Und die Gegenseite? 16 Tore zeugen von großem Angriffsvermögen. Doch elf davon resultierten aus den ersten beiden Spielen, während zuletzt die Konstanz fehlte.„Insgesamt nutzen wir unsere Chancen zu schlecht. In Lollar zum Beispiel haben wir vier, fünf hundertprozentige ausgelassen, dabei viel Kraft vergeudet, wo wir ohnehin das Gießen-Spiel noch in den Beinen hatten“, moniert der Trainer, der sich sicher ist, dass seine Elf bei einer 2:0-Führung (statt 1:0) in Lollar gewonnen hätte. Frede fordert: schneller den Ball in die Spitze bringen, nicht zu lange zögern im Abschluss.
Einer der Trainingsschwerpunkte war für den FCE-Coach nach der Pleite in Lollar logisch: Torschusstraining. „Aber das garantiert natürlich nicht automatisch mehr Treffer.“ Daher denkt Frede auch über personelle Änderungen nach, etwa den Einsatz des wieder genesenen Dennis Meyer in der Startformation. Nicht dabei ist definitiv Kapitän Michael Möllmann
Dass man Eddersheim erneut zu den starken Gegnern zählen muss, bewies der südliche FCE trotz zweier Niederlagen (in Wieseck, gegen Unterliederbach) bislang schon. Neben der sehr guten Spielanlage bewiesen die Eddersheimer auch taktische Flexibilität, etwa beim 2:1 in Braunfels, als sie tief standen, damit die langen Bällen des FSV erstickten, und geschickt schnelle Konter setzten. Mit Soufian Houness (5 Tore) sowie Julien (5) und Adrien Antinac (3) haben sie eine brandgefährliche Angriffsabteilung.
Mehr lesen Sie in unserer Printausgabe am Freitag.
Eine Klage will er vermeiden, die angebotene Pauschal-Entschädigung von 11.000 Euro hält er aber nicht in jedem Fall für angemessen: Anwalt Andreas Widmann vertritt deutsche Passagiere des Kreuzfahrtschiffs, das vor einem Monat in Italien verunglückte. mehr