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Biathlon-EM: Staffel der Frauen holt zum Abschluss zweite deutsche Medaille

Einige Nachlader zu viel - Bronze

Osrblie/Willingen (ni). Eine Medaille hatten sie sich erhofft, sie ist aus Bronze: Die Willingerinnen Nadine Horchler und Carolin Hennecke wurden mit der deutschen Staffel bei der Biathlon-EM Dritter hinter der Ukraine und Russland.
 

Dick eingemummelt bei der Siegerehrung: Die deutschen Biathletinnen Juliane Döll, Nadine Horchler, Maren Hammerschmidt und Carolin Hennecke (v.l.) mit ihren Bronzemedaillen.

© René Miko

Schon nach kurzer Zeit war klar, dass die drei Teams das Edelmetall unter sich aufteilen würden, die übrige Konkurrenz war zu schwach.  Überhaupt standen nur sieben Staffeln am Start, im vergangenen Jahr in Ridnaun waren es noch elf gewesen.
Vor allem Nadine Horchler war dennoch „glücklich über Bronze“, hatte sie doch in den drei Einzelkonkurrenzen jeweils knapp das Podest verpasst. „Die Ukraine hatte ihre WM-Staffel für Ruhpolding hier“, wusste sie die Leistung richtig einzuordnen. Juliya Dzhyma, Valj und Vita Semerenko sowie Olena Pidhrushna hatten schon im letzten Winter bei den Europameisterschaften triumphiert, als Horchler ebenfalls Dritte wurde, und waren zuletzt beim Weltcup in Oberhof immerhin auf Rang acht zu finden.

Der Startschuss in Osrblie fiel angesichts von minus 24 Grad Schneetemperatur und minus 20 Grad eisiger Luft zwei Stunden früher. Die deutsche Startläuferin Maren Hammerschmidt aus Winterberg machte ihre Sache mit zwei Nachladern ordentlich und schickte nur 10,1 Sekunden hinter Russland Nadine Horchler auf ihre 6 km. Weil die Ottlarerin im Liegendanschlag nur eine Patrone nachschieben musste, die Konkurrenz jeweils zwei, ging sie sogar mit 7,4 Sekunden in Führung. Die läuferisch überlegenen Anastasia Zaguroiko aus Russland und Valj Semerenko holten sie aber bald ein und nach zwei Nachladern im Stehen klatschte Horchler ihre Willinger Vereinskollegin Carolin Hennecke mit 26,2 bzw. 32,2 Sekunden Rückstand als Dritte ab.

Vita Semerenko traf alle zehn Scheiben auf Anhieb, da war der Ukraine der Sieg kaum noch zu nehmen. „Die war läuferisch richtig gut“, zeigte sich Carolin Hennecke sportlich fair, „da konnte ich nicht ran kommen.“ Als die Bronzegewinnerin im Einzel dann im Stehen alle acht Patronen brauchte, um nicht in die Strafrunde zu müssen, war der Rückstand beim Wechsel auf 1:53,3 Minuten angewachsen. Und auch Russland war nun eine halbe Minute enteilt.

„Wir hatten jede einen Nachlader zu viel, um Silber angreifen zu können“, erklärte Nadine Horchler. Da spielte die eine Extrapatrone von Schlussläuferin Juliane Döll keine Rolle mehr, das russische Quartett Zagoruiko, Alikina, Seledtsova und Shumila hatte im Ziel 34,6 Sekunden Vorsprung auf die DSV-Frauen. Ungefährdet, 1:57,2 voraus, feierte die Ukraine den Titelgewinn. Weitere satte viereinhalb Minuten zurück wurde Tschechien Vierter.

Direkt nach der Siegerehrung machten sich die SCW-Starterinnen auf den Heimweg nach Mittenwald und Ruhpolding. Bereits am Mittwoch fliegen Horchler und Hennecke von München aus nach Canmore, in der Nähe von Calgary steht am Freitag dann der nächste Sprint im IBU-Cup an.


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