Stark im Schießen, gut in der Loipe. Stefan Dingel wurde im Einzel der Jugend 16 guter Neunter. Hinten links seine Willinger Teamkollegin Janine Becker, die Dritte der J17 wurde
Nach zuletzt schwächeren Ergebnissen erfüllte Janine Becker zumindest im Einzel ihre Ansprüche. „Sie hat sich nach einer Durststrecke wieder auf ihre Stärken am Schießstand besonnen“, kommentierte Landestrainerin Susen Fischer die 38:26,9 Minuten über die 10 km der Jugend 17, inklusive dreier Strafminuten. Die löste die Winterbergerin erst beim letzten Stehendanschlag, „da kam bei ihr wieder die Nervosität hinzu“. Dank der vierten Laufzeit, auch dank der guten Wachsarbeit von Techniker Dirk Kramer, reichte es noch zum Podest hinter der überlegenen Siegerin Marion Deigentesch (SV Obereisendorf, 34:17,6/1) und Alina Waldvogel (WSG Feldberg, 37:43,5/3).
Im 6-km-Sprint wurde die Kandidatin für den C/D-Kader nur Achte. Ursprünglich war ein Verfolgungsrennen geplant, aber die minus 23 Grad am Morgen erforderten eine zweimalige Verschiebung. „Und dann war die Zeit so weit fortgeschritten, dass es nur einen Sprint gab“, erklärte Fischer. Umdenken war angesagt, statt der Marschroute mit dem Vorsprung nochmal sicher schießen, begann alles bei null. Becker leistete sich zwar nur zwei Strafrunden, aber einige Kontrahentinnen blieben fehlerfrei und waren auch läuferisch stärker. Die SCW-Sportlerin beendete das Rennen nach 21:07,4/2, Siegerin Alina Waldvogel nach 19:35,8/0. Direkt vor Becker kam übrigens Trainertochter Laura Fischer, die für den WSV Oberhof startet, nach 20:50,4/2 ins Ziel.
Erfreulich war der Auftritt von Stefan Dingel in der J16. „Hier im Harz sind seine Lieblingsstrecken“, verriet Susen Fischer. Im letzten Jahr hatte der Internatsschüler mit Rang vier in der Verfolgung sein bislang bestes Ergebnis abgeliefert, diesmal wurde er im 12,5-km-Einzel in 44:42,8/3 guter Neunter. Sieger Justus Strelow (SG Schmiedeberg) benötigte 41:13,6/3. Statt erneut in der Verfolgung seine Stärken im Schießen ausspielen zu können, kamen stattdessen im 7,5-km-Sprint seine läuferischen Defizite zum Tragen. Nach 26:30,4/5 wurde er nur als 23. notiert, sein Teamkollege Lennard Willems, am Vortag 26., wurde in 26:59,2/6 nur 24.
Jan Müller (Jugend II) entschied nach dem Anschießen, dass seine Erkältung einen Start nicht erlaubte. Wieder dabei war Tabea Schüttler (J16), die im Einzel in 53:51,4, inklusiver elf Strafminuten, Platz 20 belegte. Im Sprint nahm Fischer sie in der zweiten Runde aus dem Rennen. Nun soll die Willingerin, die letzten Winter komplett ausgesetzt hatte, zunächst die Schule beenden. Fischer: „Danach soll sie dann wieder verstärkt angreifen.“ Damit fehlt sie auch beim letzten Deutschlandpokal vom 23. bis 26. Februar in Altenberg sowie bei den deutschen Jugendmeisterschaften Anfang März in Oberhof.
Einmal quer durch den kalten Bodensee, ohne Neoprenanzug und ohne Pause: Der Plan des Extremschwimmers Bruno Dobelmann ist nach knapp der Hälfte der Strecke gescheitert. Als „tiefgekühltes Fischstäbchen“ bezeichnet ihn nun sein Manager. mehr