Dennis Reitz (links, hier im Spiel gegen Eddersheim), traf für Ederbergland zum 0:1, doch auch das zweite Tor durch Karge sorgte nicht dafür, dass der FCE in Kastel gewann.
Dabei konnte Frede im Mainzer Stadtteil nahezu in Bestbesetzung auftreten. Und zunächst sah es auch so aus, als sollten die Ederbergländer eine Woche nach dem 2:1 über Eddersheim nachlegen können. Im über weite Strecken intensiv geführten Spiel auf dem Kasteler Kunstrasen gab es auf beiden Seiten zahlreiche Strafraumszenen. Die Gäste fanden sich im Spiel in die Spitze speziell in der ersten halben Stunde besser zurecht, gewann viele Zweikämpfe und passte präzise. Erster Nutznießer dessen war Dennis Reitz mit seinem ersten Verbandsligator seit 19. September 2009. In Minute 19 traf er nach perfektem Zuspiel flach ins Eck. Zehn Minuten später führte der FCE gar mit 2:0. Im Gewühl nach einem Freistoß behielt Dominik Karge am besten die Übersicht und schob den Ball ins Tor. Doch der Zwei-Tore-Vorsprung hielt nicht wie erhofft bis zur Pause; auch weil der Aufsteiger wenig beeindruckt war und seine Offensivbemühungen verschärfte. Ein aus dem Mittelfeld hoch nach vorne gespielter Ball landete genau bei Daniel Flindt, der volley ins Tor traf (37.), sodass die Kasteler zur Pause durchaus optimistisch sein durften.
Die Zuversicht von Gästecoach Frede wuchs jedoch keineswegs. Einmal mehr musste er mit ansehen, wie sich seine Elf etwas zu sehr in Sicherheit wog und zu sehr ins Verwalten des Vorsprungs überging anstatt sich die Spielweise der ersten Hälfte vor Augen zu führen und auf die Entscheidung zu drängen.
Während der Gast nun nicht mehr so präzise agierte, gewannen die „Nullsechser“ zunehmende Sicherheit. Dass das Spiel kippte, lag aber unterm Strich vor allem am Abwehrverhalten des FCE bei ruhenden Bällen. Ein Freistoß und ein Eckball führten zu den beiden weiteren Gegentreffern – binnen fünf Minuten: Flindt schlenzte von der rechten Seite einen Freistoß in den Strafraum, an Freund und Feind vorbei schlug der Ball in der Tormitte ein (61.). Kurz darauf fand ein Eckball Flindts die Stirn von Alhaji Kings, dessen Kopfball unhaltbar oben rechts einschlug (65.).
Ederbergland setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte, Libero Björn Breuer schaltete sich in die Offensive ein. Doch die Kasteler kämpften verbissen um jeden Ball und brachten ihren in den letzten Minuten noch einmal wackligen Vorsprung über die Zeit.
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