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Edertal

Seit 40 Jahren ganz wild auf Wildtiere

Edertal (su). Der Wildpark – der inzwischen Wildtierpark heißt – ist einer der größten Besuchermagneten der Region. Seit 40 Jahren setzt sich für den Park ein Förderverein ein und dieser feiert sein Bestehen im Herbst mit einem großen Fest.

Freuen sich aufs Fest zum 40-jährigen Bestehen des Fördervereins Wildpark (von links): Nicole Backhaus, Manfred Bauer (beide Nationalpark), Wolfgang Gottschalk, Joachim Schmolt (Förderverein), Birgit Relke (Gemeindeverwaltung), Heinz-Werner Höhle (Förderverein), Falknerin Margarete Kluthausen und Wildparkleiter Albert Hernold.Foto: Schuldt

Edertal. Die Vorbereitungen laufen seit 2009, doch Einzelheiten wollen die Organisatoren noch nicht verraten. Immerhin, den Termin rücken sie heraus; die Party steigt am 26. September. Bis dahin haben die beteiligten Vorstandsmitglieder des Fördervereins, die Nationalparkverwaltung und die Familie Kluthausen als Betreiber der Greifenwarte noch eine Menge Arbeit vor sich. Ein Höhepunkt des Programms stellt der Blick in die Zukunft des Wildtierparks dar. „Wir wollen unser neues Konzept vorstellen, mit dem der Park seine Gestalt in den kommenden Jahren nach und nach verändert“, erklärt Manfred Bauer, Chef des Nationalparkamtes. Die entstehende Wildnisschule als Erweiterung des Fagu­tops gehört zu diesem veränderten Ansatz. Die Bauarbeiten an ihr sollen im September im Wesentlichen beendet sein.
Bauer bezeichnet den Wildpark als Glücksfall für den Nationalpark, weil die Einrichtung den Besuchern die Tiere vor Augen führt, die im Großschutzgebiet leben. Anderen Nationalparks fehle ein solches Angebot, denn nicht jeder Wanderer durch den werdenden Urwald hat die Geduld, die Kenntnis und das Glück, Hirsch, Wildschwein und Co in freier Wildbahn zu beobachten.
Das neue Konzept für den Wildpark betont zum einen die Pädagogik, das Vermitteln von Wissen über die heimische Natur. Zum anderen sieht es vor, weitere Tierarten in den Park aufzunehmen. Dem Förderverein geht die Arbeit also nicht aus, wie Edertals Bürgermeister Wolfgang Gottschalk als Vorsitzender betont. Der Verein kümmert sich dabei in bewährter Weise um die (Mit-)Finanzierung von Projekten, ergänzt Wildparkförster Albert Hernold. Aktuelles Beispiel ist ein neues Gehege für Wildkatzen, die bislang noch nicht im Park leben. Ihr Domizil soll zwischen Wisentgehege und Auerwild-Voliere stehen und im laufenden Jahr fertig werden.
Wegen des großen Vereinsfestes am 26. September zieht das alljährliche Nationalparkfest 2010 (Mai/Juni) vom Wildpark ans Nationalpark-Zentrum in Vöhl-Herzhausen um. „Wir schauen mal, ob wir dort einen ähnlich hohen Zuschauerzuspruch erreichen wie am Wildpark“, fügt Nationalparkleiter Bauer hinzu. Gelingt das, dann soll das Nationalparkfest künftig im jährlichen Wechsel zwischen Hemfurth-Edersee und Herzhausen pendeln.


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