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Milder Winter lässt die Speisepilze zu ungewöhnlicher Jahreszeit sprießen

Pfifferlinge im Winterwald

Edertal/Waldeck (höh). Frische Speisepilze mitten im Winter – über diese Laune der Natur wundern sich Naturfreunde und Wanderer in den heimischen Wäldern.

Pfifferlinge sind nicht selten, dennoch wurde ein deutlicher Rückgang im Vorkommen dieser Pilzart festgestellt.

© Höhne

 Der Giflitzer NABU-Vorsitzende Wolfgang Lübcke hatte im Dezember zwei Pfifferlinge gefunden und war verblüfft über die Entdeckung in der ungewöhnlichen Jahreszeit. Die Fruchtkörper des Echten Pfifferlings erscheinen üblicherweise von Juni bis November.
Am 13. Januar sah Karl-Heinz Friedewald im Wald zwischen Waldeck und Böhne mehrere Pfifferlinge und hat die Prachtexemplare fotografiert.

Sogar junge Pilze mit dem dotter- bis goldgelben Hut waren dabei. Lübcke hat einen Pilzexperten eingeschaltet: Prof. Dr. Ewald Langer vom Fachbereich Naturwissenschaften der Universität Kassel identifizierte den Fund anhand der Fotografien als „ganz normalen Pfifferling, Cantharellus cibarius“. Er sei nicht selten, zeige allerdings einen deutlichen Rückgang im Vorkommen, kommentierte er auf Anfrage des Edertalers. Alle Pfifferlingsarten sind durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt mit der Ausnahme „soweit sie in geringen Mengen für den eigenen Bedarf der Natur entnommen werden“.

Auf der Roten Liste in Hessen wurde der Pfifferling bisher als bedrohte Art aufgeführt, ebenso auf der Roten Liste der Bundesrepublik Deutschland. 

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Donnerstag, 19. Januar


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