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Waldeck

Nordhessen ein Märchenland

Waldeck (höh). Auf Schloss Waldeck präsentierte sich die Region Nordhessen erstmals gemeinsam als Urlaubsregion unter der Dachmarke „Grimm
Heimat NordHessen“.
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In Schloss Waldeck auf den Spuren der Brüder Grimm: von links Claus Günter (Stadt Korbach), Wilhelm Müller (Bad Arolsen), Günther Koseck (IHK), Benjamin Schäfer (Deutsche Märchenstraße), Trommler Gerhard Klaffke, Henry Thiele (Hessischer Tourismusverband), Stefan Reuß und Holger Schach (beide Regionalmanagement Nordhessen).Foto: Conny Höhne

Das Regionalmanagement Nordhessen stellte Aktivitäten und Initiativen unter dem Dach der „GrimmHeimat“ mit über 150 touristischen Akteuren aus Nordhessen vor. Vor über einem Jahr wurde das Markenkonzept von den Gremien des Regionalmanagements und der IHK Kassel verabschiedet. Gestern zog Holger Schach vom Regionalmanagement zufrieden Bilanz: „Das nordhessische Netzwerk „Grimm – Märchen – Sagen – Legenden“ treibt die Entwicklung buchbarer touristischer Produkte voran, ein neuer Internetauftritt wurde realisiert, Broschüren mit dem Erscheinungsbild der GrimmHeimat sind gedruckt, zahlreiche Orte, Gastgeber und touristische Initiativen sind Partner der GrimmHeimat NordHessen geworden.“ Über 100 Partner Alle fünf nordhessischen Landkreise und die Stadt Kassel sind „grimm-aktiv“: Bad Wildungen setzt auf „Schneewittchen“, Bad Sooden-Allendorf auf die Märchenwoche, Bad Hersfeld würdigt mit einem Science Center die Brüder Grimm als Pioniere der Sprachwissenschaften, das Rotkäppchenland verbindet Tradition mit modernem Aktivtourismus, und im Landkreis Kassel erschließt ab Sommer der Grimm-Steig das Märchenland für Wanderer. In der Warteschleife ist ein Grimm-Museum in Kassel für 19 Millionen Euro. Ein Brüder-Grimm-Festival wurde gegründet, im Rahmen des Kultursommers Nordhessen findet ein Europäisches Märchen- und Sagenfestival statt, und die Landesregierung will ganz Hessen zum „Land der Brüder Grimm“ machen. Schach spricht von über 100 Partnern und 300 Unterstützern. „Grimm hat einen extrem hohen Bekanntheitsgrad und ist durchgängig positiv belegt, das ist der Traum einer jeden Marke“, schwärmt Günther Koseck von der Industrie- und Handelskammer. Die steigende Akzeptanz der neuen Dachmarke spiegele sich vor allem wider in der Präsentation des neuen Logos auf Broschüren und Internetauftritten in Nordhessen. „Mit dieser Dachmarke nutzt die Region die weltweite Bekanntheit der Brüder Grimm und ihrer Märchen als Alleinstellungsmerkmal im nationalen und internationalen Wettbewerb der touristischen Destinationen“, betont Schach. „Die positive Entwicklung in der Region im Bereich Tourismus mit steigenden Gästezahlen zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Nordhessen sei zwar hinsichtlich der Übernachtungszahlen vorn, spiele aber, was das Image angeht, in der dritten Bundesliga, vergleicht IHK-Sprecher Koseck. Mit der neuen Dachmarke wird der Umzug in die zweite Liga angepeilt. „GrimmHeimat ist das Herzstück der deutschen Märchenstraße“, deutet General-Manager Benjamin Schäfer hin. Die Märchenmarke soll vor allem Wertschöpfung bringen – „vom schrumpfenden Kuchen ein größeres Stück“ (Schach). Als ehrgeiziges Ziel wird ein Anstieg der Gästezahlen um zehn Prozent bis zum Jahr 2020 angepeilt, das ist etwa so viel, wie in Zeiten der Bäderkrise verloren ging. Laut Schach existieren derzeit 50  000 Arbeitsplätze im touristischen Bereich in Nordhessen, mit dem Tourismus werde 1 Milliarde Umsatz erzielt.


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