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Bad Wildungen

Neue Pläne: Hörsaal, Läden, Gastronomie

Bad Wildungen (höh). Der einstige Prachtbau ist seit Monaten dicht, Verkaufspläne für das Kurhaus scheiterten. Dringend notwendige Dachsanierung und die Nutzung als Hörsaal bringen neue Perspektiven für das frühere Aushängeschild der Badestadt.
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Der einstige Prachtbau ist seit Monaten dicht. Die Teilnutzung als Hörsaal für Studenten und die dringend erforderliche Dachsanierung bringen neue Perspektiven für das Kurhaus.Foto: Archiv

Bürgermeister Volker Zimmermann sorgt nach seiner Rückkehr aus dem Sommerurlaub für frischen Wind in der Diskussion um das Kurhaus. „Ich werde dem Stadtparlament am Montagabend eine grundsätzliche Dachsanierung vorschlagen“, kündigt er an. Die Kosten werden bis dahin vom Stadtbauamt ermittelt. „Bisher haben wir nur repariert, aber wir müssen relativ schnell handeln“, so der Bürgermeister. Der Magistrat sei einhellig der Meinung, dass dringend in das Kurhaus investiert werden müsste. Neben dem Dach ist die Technik ein zweiter Schwerpunkt. Vor allem Brandschutzanlage und Elektrik müssten erneuert werden. Auch am Fußboden nagt der Zahn der Zeit und der Putz bröckelt. Wegen der immensen Investitionen in die Wandelhalle stand das Kurhaus eigentlich auf der „Abschussliste“, sollte verkauft werden. Aber bislang ist kein geeigneter Investor gefunden. Die dringend notwendige Dachsanierung und das Studium Plus der Fachhochschule Gießen-Friedberg sorgen für ganz neue Perspektiven. Wie berichtet, soll in einem Teil des Gebäudekomplexes der Studienbetrieb anlaufen – das Kurhaus wird Hörsaal für Studenten. Die Stadtentwicklungskommission als beratendes Element des Magistrats stellt neue Ideen zur Diskussion. Laut Bürgermeister sollen „vernünftige Gastronomie“ sowie Einzelhandelsgeschäfte wieder Leben in die leer stehende Immobilie bringen. Ziel ist eine qualitativ hochwertige Ladenpassage. Die Säle sollen wieder in einen tanzbaren Zustand versetzt werden. Zunächst müssten Gebäude und Säle gesichert werden, nächstes Jahr stehe dann der technische Bereich an. Ob Läden im Kurhaus eine Zukunftschance haben, daran hegte das in Auftrag gegebene Einzelhandelsgutachten Skepsis. „Darin hieß es, am Eichhof ist der zentrale Versorgungsbereich zu Ende“, so Zimmermann. Das Kurhaus in der Langemarckstraße sei jedoch für viele immer noch „gefühlte Innenstadt“, gibt er zu bedenken und will dazu den Gutachter noch einmal zu Rate ziehen. Die überraschenden Sanierungspläne für das Gebäude wertet der Bürgermeister jedenfalls als eindeutiges Signal: „Das Kurhaus soll nicht abgerissen werden oder auf ewige Zeiten verfallen, sondern wieder in einen vernünftigen Zustand versetzt werden.“


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  • Leerstand in BW Starbuck76 – 11.09.10
    Solange die Räumlichkeiten nicht leer stehen und die Geschäfte laufen, da spielt es doch keine Rolle wer oder was sich dort ansiedelt. Mit Edelprodukten kann man hier sicher nichts mehr verdienen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Kurhaus Wildunger – 03.09.10
    Die Idee finde ich klasse. Habe nur die Befürchtung letztendlich wird sich ein Takko, ein Kik und ein paar Imbissbuden im Kurhaus niederlassen. Fertig ist die neue Einkaufspassage. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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