Der Edertaler Weißstorch auf Futtersuche. Der NABU mahnt, Hunde nicht frei laufen zu lassen, um den Großvogel nicht zu gefährden.
Regenwürmer sind neben Mäusen die wichtigste Nahrungsquelle. Da ist ein Großvogel lange unterwegs, bis der Magen einigermaßen gefüllt ist.
Über einen aktuellen Vorfall am vergangenen Freitag ist der Naturschutzbund Edertal (NABU) empört. Eine Frau ließ ihren Hund, vermutlich einen Cockerspaniel, frei laufen. Dieser jagte den Storch, der auf einer Wiese in Nestnähe Nahrung suchte. Eine Familie, die gerade dort spazieren ging, sprach die Hundehalterin deswegen an. Diese, so berichtet, die Edertaler Familie, zeigte sich jedoch völlig uneinsichtig. Sie lebe auf dem Land, da dürfe man einen Hund frei laufen lassen.
NABU-Vorsitzender Wolfgang Lübcke verwies auf die Gefahr, die das rücksichtlose Verhalten der Hundebesitzerin für den Storch bedeute. Gerade bei den niedrigen Temperaturen und dem erneuten Wintereinbruch sei der Energieverlust des Storches durch das Hetzen mit dem Hund sehr prekär. Außerdem mache sich die Hundehalterin nach dem Hessischen Naturschutzgesetz strafbar. In § 36 heißt es: „Es ist verboten, wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen.“ In Naturschutzgebieten sei das Freilaufen von Hunden zusätzlich untersagt. Im Wiederholungsfalle sehe sich der NABU zu einer Anzeige gezwungen.
Foto: Hermann Sonderhüsken
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Kommentare
Hund jagt Storch h. – 11.03.10
@ hasso.Ich bin selbst Hundehalter, weiß aber wohl, in der Verantwortung zu stehen, gerade in Setz- und Brutzeiten meinen Hund an der Leine zu führen. Wenn man einen Hund hat und ihn nicht unter Kontrolle hat, sollte man ihn eh immer an der Leine führen. Das hat nichts mit Rettung, Blindenhund u.s.w. zu tun. Am Thema vorbei würde ich sagen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
@hasso jogger – 10.03.10
Nu mal ganz entspannt!In Zeiten der Geburtenschwachen Jahrgänge brauchen wir jeden Storch,oder hat schon mal einPitbull Kinder gebracht??? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
NABU und der HUND Hasso – 10.03.10
@ hMal sehen, ob Sie mit der Hundehalterin und dem Hund noch genau so hart ins Gericht gehen würden, wenn Sie von diesem, oder einem anderen Hund, in lebensbedrohender Situation gerettet worden wären??
Oder wenn Sie blind wären und Sie dieser, oder ein anderer Hund führen würde, damit Ihnen wieder etwas mehr, an Lebensqualität, durch das Lebewesen Hund zuteil würde???
Aber Sie ließen sich vermutlich lieber von einem Vogel= Klapperstorch führen, oder retten?
Da kann einem schon der Hut hochgehen, bei soviel Borniertheit.
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Hund jagt Storch h. – 10.03.10
Gerade in diesem langen harten Winter ist es wichtig, die Zugvögeln nicht unnötig zu stören. Ein Hund gehört an die Leine! Die Hundehalterin hat verantwortungslos gehandelt und sich im Anschluss noch Selbstherrlich präsentiert. Ich hätte die Dame angezeigt. Eine saftige Geldstrafe würde auch diese Dame zum Nachdenken anregen! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden@jogger Biker – 09.03.10
oh ja,lass uns ihnen mal hinterherrennen,an ihnen hochspringen,sie anbellen und sabber an ihren Hosen abwischen!dann fühlen diese "dertutnixe" mal unser Unbehagen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenStorch Jogger – 09.03.10
Ich fordere die Solidarität aller Jogger,Radfahrer,Bambis und Störchen vs.die Gattungen "dertutnix" und "derwillnurspielen". Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenNABU in heller Aufregung Hasso – 09.03.10
Hallo @ User,das ist ja auch gut und schön und ich würde es auch so praktizieren wollen, doch was willst Du machen, wenn gerade in diesem Moment ( bei manchen Hunderassen mehr und bei anderen weniger ausgeprägt) der natürlich vorhandene Jagd-Instinkt eines Hundes durchbricht und der Hund, auf den verzweifelten Rückruf seines Herrchen oder Frauchen, in dieser Ausnahmesituation, nicht mehr direkt hört?
Solange der Storch gesund ist, wird der Hund ihn sicher sowieso auch nicht erreichen können.
Deshalb, etwas weniger Aufgeregtheit in dieser Sache wäre schon angebracht.
Ein Hund kann Leben retten, Blinde- und Rollifahrer führen und Menschen, aus psychologischer Sichtweise sehr hilfreich sein,
(z.B. in Altenheimen usw.) all das, kann ein Storch leider nicht.
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Re: User – 08.03.10
Guten Abend,ich verstehe nicht, wie man wildlebende Tiere wie Dachs und Co. mit einem Hund vergleichen kann! Ich als Hundebesitzer lasse meinen Hund auch frei laufen, doch weiß ich, wenn ich sensibel mit ihm und meiner Umwelt umzugehen habe. Wenn ein Weißstorch, der in Waldeck-Frankenberg nur bei Giflitz brütet, auf einem Acker oder einer Wiese herumläuft, rufe ich meinen Hund zurück. Das hat nicht mit "der NABU regt sich auf" o. ä. zu tun. Jeder sollte sich denken können, dass der Naturschutz eine Menge Gutes leistet. Das wird einmal mehr deutlich, wenn sich Hundebesitzer angegriffen fühlen, nur weil auf den Storch hingewiesen wird. Das zeigt umso deutlich, dass noch viel für den Naturschutz zu tun ist, solange es Menschen gibt, die nicht Rücksicht nehmen können auf Tierarten, Lebensräume und diesbezügliche Zusammenhänge.
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NABU in künstlicher Aufregung Hasso – 08.03.10
Hundefeindlichkeit ist hier im Nordwaldecker Raum überall spürbar.Komisch ist nur, dass die, von vielen gehassten Hunde - des Menschen bester Freund- immer dann gut genug sind, wenn es darum geht, bei Erdbeben verschüttete Menschen, oder wie kürzlich im Edersee ertrunkene Menschen, oder bei Lawinenunglücken vom Schnee zugeschüttete Menschen zu retten bzw. aufzuspüren. Also, ihr vom NABU, regt euch mal nicht so darüber auf, wenn ein Tier (Hund) seinem Instinkt nachgeht und einem Vogel (Storch) mal das Fliegen beibringt. Es gibt wirklich viel schlimmere Dinge zu bewältigen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Dünnsinn BS – 08.03.10
... der NABU beantragte weiterhin, im Landkreis alle Füchse, Dachse, Ratten und sonstiges freilebendes Getier, das dem Stoch gefährlich werden könnte, ab sofort anleinen zu lassen.Weiterhin werden Störche ab sofort zu Ihrem Futterplatz gefahren, da das dem Storch eigene Fliegen, um sich etwa einer Gefahr zu entziehen oder auch nur für einen Ortswechsel, als Hetze verstanden werden könnte....aber vielleicht hatte der Hund ja auch Flügel.... über manche Artikel kann man ich wundern.... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
-- BW2 – 07.03.10
Richtig. es wäre auch mal interessant zu wissen, ob jeder hund denn überhaupt gemeldet ist... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenStorch Angelina – 07.03.10
Als Hundebesitzerin möchte ich doch mal klarstellen, das nicht alle Hundehalter verantwortungslos sind und man doch nicht alle über einen Kamm scheren sollte. Ich bin mir der Verantwortung meiner Mitmenschen und auch anderen Tieren gegenüber bewusst. Rücksichtnahme und Toleranz von ALLEN Seiten, würde ein Zusammenleben um einiges vereinfachen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenRe: WLZ-Leser – 07.03.10
Der vorige Kommentar ist doch sehr irritierend!Störche sind nach EU-Recht geschützt, können sich im Gegensatz zu Menschen aber nicht für sich einsetzen und stark machen. Daher ist die Aufforderung, man solle sich um Menschen kümmern statt um einen Storch bzw. sich ebenfalls um Menschen kümmern, doch vollkommen fehl am Platz. Hundehalter können ihre Hunde sicherlich mal frei laufen lassen, doch der Verstand sollte einem sagen, dass das Jagen eines Storchen / Gänsen / Enten etc. einfach dümmlich und obendrein strafbar ist. Die Hundehalterin kann sich glücklich schätzen, dass nicht schon jetzt eine Anzeige seitens des ehrenamtlichen Naturschutzes bzw. des NABU erfolgt ist und man zunächst den Dialog sucht bzw. aufklären möchte. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
NABU/Storch BW – 07.03.10
Warum regt man sich noch auf!So sind sie,die Hundebesitzer(nicht Alle).Hier laufen Hunde immer frei herrum,ob sie dies dürfen oder nicht!
Landesgartenschaugelände..da werden dann unter anderem Jogger gejagt,aber der hund tut ja nichts..,hier geht es um einen Storch,wär schön wenn man sich auch so um Menschen kümmern würde,die Angst vor Hunden haben. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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