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Unterhaltsames Historien-Krimispektakel im Rittersaal des Schlosses Waldeck

Mordverdächtige, wohin man schaut

Waldeck (rege). Die Schauspielgruppe „Kurtzweyl“ inszenierte auf dem Waldecker Schloss den historischen Mordfall an Erzbischof Engelbert im Jahr 1225. Etwa 90 Gäste fanden sich im Rittersaal zu diesem außergewöhnlichen Kriminalbankett ein.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer wurden ins Geschehen eingebunden.

© Gerke

 Wir schreiben den 17. November des Jahres 1225. In der Burg von Friedrich von Isenberg haben sich dessen Verbündete getroffen. Man will darüber beraten, wie man sich des machtgierigen Erzbischofs von Köln entledigen kann. Die neuzeitlichen Gäste des Kriminalbanketts werden kurzerhand zu Herzögen und Bischöfen und nehmen teil am Ränkespiel um Geld und Macht. Selbst die Geräuschkulisse von herannahenden Hufschlägen entsteht durch die Mitarbeit von mehr oder weniger Freiwilligen. Man ist zu Beginn schließlich gewarnt worden: Das Publikum wird einbezogen, ob es will oder nicht.

Wer nicht als einer der hohen Herrschaften agieren muss, hat gute Chancen, Handlanger des Grafen von Isenberg zu werden – und damit einer der Mordverdächtigen. Denn nach der Einleitung in das Stück dauert es nicht lange, bis der verhasste Erzbischof Engelbert von Köln eintrifft.
Dieser hat seine eigenen Ideen, was ihm der Adel schuldig ist, und macht keinen Hehl daraus, dass er sich im Recht sieht. Nachdem nach und nach immer deutlicher wird, dass von der Magd bis hin zum Grafen Isenberg selbst fast jeder Anwesende ein Motiv hätte, den Bischof zu ermorden, lässt die Bluttat nicht mehr lange auf sich warten.

Nun liegt es am Publikum, den Schuldigen ausfindig zu machen und seiner gerechten Strafe zuzuführen. Die Auflösung soll an dieser Stelle nicht verraten werden, doch so viel sei gesagt:  Die offensichtliche Wahl ist nicht immer die richtige. Das Raten lohnt sich, denn wenn der Schuldige offenbart ist, wird unter denjenigen, die richtig getippt haben, ein Preis verlost. Dieser besteht aus nichts weniger Kostbarem als einer Heiligenfigur des Erzbischofs Engelbert, die zum Amüsement der Gäste einem Schokoladen-Nikolaus zum Verwechseln ähnlich sieht.        Drei Darsteller bringen das Schauspiel auf die Bühne, schlüpfen dabei in sieben Rollen.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom  Dienstag, 24. Januar


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