Friedhofsruhe am See, unweit der alten Grabfelder in der Waldecker Bucht. Das soll sich in Zukunft ändern.
Vom Reden über den Wassermangel haben die Edersee- und Diemelsee-Anrainer den Kanal voll, denn sie wollen endlich Taten sehen. Ihr Protest zeigt Wirkukng. Das jüngste Gesprächsangebot von Hubert Kindt, dem Vize-Präsidenten der Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Mitte/Hannover, beinhaltet neue Töne und nährt Hoffnung auf Besserung.
Die Direktion ist die vorgesetzte Behörde des Wasser- und Schifffahrtsamtes Hann. Münden, das an Eder und Diemel mächtig in der Kritik steht. „Hochwasserschutz zentral“ Kindt lädt alle beteiligten Kommunen und Stellen für kommenden Mittwoch zu Beratungen ins Regierungspräsidium Kassel ein. Diese Gespräche sollen nur den Anfang markieren, die Konflikte und Probleme wegen der Wasserstände zu lösen.
Die wichtigste Botschaft Kindts gegenüber der WLZ-FZ: „Die Diskussion muss ergebnisoffen sein.“ Das betreffe auch die Betriebsverordnung für die Bewirtschaftung der Edertalsperre. „Ihr zentraler Punkt ist der Hochwasserschutz“, betont Kindt. Nach einer entsprechenden Risikoanalyse und Einschaltung von Experten seien kleinere wie größere Änderungen der Betriebsverordnung möglich.
Solche Änderungen bilden das wichtigste Anliegen der Protestveranstaltungen heute an Eder- und Diemelsee. Die Edersee-Konferenzen und mündlichen Vereinbarungen der vergangenen zehn Jahre zur Bewirtschaftung der Talsperre haben nichts gebracht, sind sich Tourismusbetriebe und Politik in der Region einig.
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