Der Edersee lädt ein zum Landausflug, wie im Bild am Rehbach. Unterdessen kündigt das Wasser- und Schifffahrtsamt einen neuen Aderlass für das Lichterfest in Bodenwerda an. Foto: Höhne
Am Samstag soll die Marke von 40 Millionen Kubikmetern erreicht sein, kündigt das Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden an. Dies bedeute, dass die Abgabe aus der Sperrmauer nach der Betriebsvorschrift auf die Mindestabgabe von sechs Kubikmetern Wasser pro Sekunde reduziert werde. Auf der Oberweser sinke der Wasserstand ab Montag auf etwa 85 Zentimeter ab. Trotzdem soll mit einer Welle aus dem Edersee das Lichterfest in Bodenwerder am Samstag, 13. August, unterstützt werden und für eine Wasserhöhe von 1,20 Meter (Pegelstand in Hann. Münden) sorgen. Auch andere Bootsfahrer könnten die Zeit für Ausflüge oder Überführungsfahrten nutzen, rät das Amt.
Kein Verständnis für den Schritt des Wasser- und Schifffahrtsamtes Hann. Münden zeigt Landrat Dr. Reinhard Kubat. Offenbar werde Tourismus gegen Tourismus ausgespielt. Dass Stromerzeugung und Wasserbewirtschaftung der Weser am Edersee Vorrang vor touristischen Zwecken haben, damit müsse man sich abfinden, so der Landrat. Das sei die gesetzlich fixierte ursächliche Bestimmung der Talsperre. Dass jetzt aber Wasser abgelassen werde, um ein Fest durchführen zu können, dafür habe er überhaupt kein Verständnis. „Da werde ich richtig böse, das kann man den Menschen am Edersee, die mit dem Fremdenverkehr ihr Geld verdienen, nicht erklären“, sagte Kubat am Mittwochabend gegenüber der WLZ-FZ. Der Landrat kündigte einen offenen Brief an, in dem er seinen Protest formulieren will.
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