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Bad Wildungen: Planungsausschuss debatiert über die Kosten für das Scharnier

Eine Million, die sich in Luft auflöst

Bad Wildungen (höh). Die dritte und entscheidende Sitzung des Planungsausschusses in Sachen „Wildunger Scharnier“ endete am Donnerstagabend beinahe mit einem Eklat.

Schwere Kost im Planungsausschuss: Das „Wildunger Scharnier“ ist der sensibelste Bereich der Stadtentwicklung, die Finanzierung warf bei den hitzigen Beratungen etliche Fragen auf.

© Höhne

In zwei vorangegangenen Sitzungen, hitzigen Diskussionen und Zahlenspielen setzten sich die Ausschussmitglieder mit den höheren Kosten für das „Wildunger Scharnier“ auseinander. Eine Million Euro Mehrkosten – so die Hiobsbotschaft im November – das hatte einigen Mandatsträgern fast die Sprache verschlagen.

Im Dezember wurde das Planungsbüro Sinai beauftragt, die Leistungen für die Mehrkosten aufzuschlüsseln. Danach sollte Verzichtbares gestrichen werden. Doch dazu kam es im Sitzungssaal des Rathauses nicht. Dr. Edgar Schmal (CDU) vermisste die angeforderte Darstellung, wie es zu der Kostensteigerung von 1,56 auf 3,2 Millionen Euro (Wettbewerbssumme) kam. „Ein direkter Vergleich kann nicht angestrengt werden“, ärgerte er sich in Anwesenheit zweier Mitarbeiter des Planungsbüros Sinai über die fehlende Gegenüberstellung der einzelnen Positionen. „Sehr unbefriedigend“ – so kommentierte auch sein Fraktionskollege Oliver Syring ärgerlich.

Doch die folgende Klarstellung von Bauamtsmitarbeiter Robert Hilligus, kopfnickend unterstützt von Bürgermeister Volker Zimmermann, brachte die Christdemokraten gänzlich in Rage. Die genannten Summen seien keinesfalls eine Überraschung. „Wenn Sie in das integrierte Handlungskonzept sehen, das Sie einige Wochen vorher beschlossen haben, dann landen wir bei diesen Zahlen,“ erläuterte Hilligus.

Im ersten Bauabschnitt waren rund 600 000 Euro veranschlagt, im zweiten und dritten sollen jeweils 1,5 Millionen Euro investiert werden. Hubert Schwarz (CDU) äußerte großes Unverständnis. Er verwies auf eine Kostenaufstellung aus dem Stadtbauamt mit 2,65 Millionen Euro für das Scharnier, wonach bei einer Förderung mit 1,76 Millionen ein städtischer Eigenanteil von 820 000 Euro verbleibe. „Das war die Grundlage, auf der wir zugestimmt haben.“ Diese Zahlen seien in einem städtischen Flyer an alle Haushalte der Badestadt auch so kommuniziert worden, ergänzte Syring. Zornig zischte Schwarz: „Ich fühle mich versch...“

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 21. Januar.


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