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Willingen

Weltcup: Die VIPs ganz ohne Schlips/Video

Willingen (jk). VIP-Bereich, das klingt nach Gala-Kleidung und überdrehten Promis. Nicht so in Willingen beim Weltcup: Hier geht’s sportlich zu, mit rutschfesten Sohlen – und vor allem noch immer sehr familienfreundlich.

Im Weltcup-Café haben nicht nur Wintersportler kräftig Aufwind: Stefan Kießling, Torjäger von Bayer Leverkusen, war am Sonntag in Willingen von Fans umlagert – selbst bei Fans mit Hang zu Schalke 04. (Foto: Jörg Kleine)

Willingen. Als die deutschen Ski-Adler am Sonntag als Sieger hin­absegelten, da lagen sich viele in den Armen – wildfremde Menschen oft, die sich freuten und gemeinsam jubelten. Eine Zuschauerin brachte das auf den Punkt: Beim Weltcup in Willingen fühlen sich Zehntausende wie eine große Familie.
Familie, das war auch das Stichwort für die VIPs an der Schanze, die „very important persons“, die bei einem sportlichen Fest von internationaler Kategorie nicht fehlen dürfen. Klar, das Willinger Datum so kurz vor den Olympischen Spielen in Vancouver passte manchem VIP diesmal kaum in den Terminkalender. Doch fehlte es abermals nicht an Prominenz zum Schaulaufen.
Alle zusammen eint derweil ein familiäres Ambiente unterm Schanzentisch. Einer der größten Stars in dieser Sportfamilie lächelt bis heute im Pullover stets ganz bescheiden am Tisch im „Café Aufwind“: Springerlegende Jens Weißflog, der den Mühlenkopf in Willingen wohl fast so liebt wie seinen heimischen Fichtelberg.
Wer hier in Schlips und Kragen oder hohen Hacken auftauchte, der würde sich schnell als Esel entpuppen, denn unter den Sohlen lauern draußen Schnee und Eis.
Und die meisten VIPs hatten wieder die ganze Familie im „Gepäck“, um die Weltcup-Stimmung zu genießen. Michael Boddenberg (CDU), hessischer Minister für Bundesangelegenheiten, machte am Samstag in vertrauter Runde politisch Mut, die Mühlenkopfschanze weiterhin nach vorne zu bringen.
Der grüne Landtagskollege Jürgen Frömmrich (Frankenberg) nahm an der Schanze zuhauf Gratulationen als frischgebackener Vater entgegen – auf seine, er möge verzeihen, alten Tage.
Der rote Politikkollege aus dem Bundestag, Ullrich Meßmer (SPD), genoss am Wochenende gar ein paar zusätzliche Flittertage – schließlich hatten Meßmer und seine Frau Veronika Richter erst kurz vor Weihnachten im Willinger „Adlerhorst“ geheiratet.
Und Stefan Kießling, sonst emotional-rustikaler Torjäger von Bayer Leverkusen, kümmerte sich zwischen Buffet und Schanzenauslauf herzig um seine Frau und seinen Sohn, den er freudestrahlend und voller Stolz im Arm hielt.
So ist der Weltcup in Willingen auch für VIPs immer wieder eine Familienreise wert.

Was die VIPs über Willingen sagen: Ein Video gibt es hier:


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