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Korbach: Nach Vandalismus und Ruhestörung richtet Stadt wieder Sperrstunde ein

Um drei Uhr nachts ist Sperrstunde

Korbach (resa). Vor elf Jahren schaffte das Land Hessen die Sperrstunde ab. Das führte in Korbach zu Vandalismus und Ruhestörung vor allem zwischen drei und sechs Uhr. Deswegen richtet die Stadt die Sperrstunde nun wieder ein: Um drei Uhr schließen die Türen aller gastronomischen Betriebe.
 

Das letzte Bier muss künftig wieder um drei Uhr morgens ausgetrunken sein: Ab dem Frühjahr gilt in Korbach wieder eine Sperrstunde.

© Foto/Grafik:Demski/WLZ
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 „Alles hat seine Zeit“, findet Bürgermeister Klaus Friedrich, „Arbeiten, Schlafen und Feiern“. Und deswegen sollen Kneipen- und Discotüren in der Kreisstadt künftig wieder spätestens um drei Uhr schließen. „Damit reagieren wir auf eine negative Entwicklung“, sagt der Bürgermeister und erinnert an viele Beschwerden und Anzeigen, die in den vergangenen Jahren wegen Vandalismus und Ruhestörung eingingen.

Vor elf Jahren schaffte das Land die Sperrstunde um ein Uhr ab, bestand zwar auf eine Putzstunde zwischen fünf und sechs Uhr, überließ es aber ansonsten den Kommunen, Regelungen zu finden. „Und weil sich im vergangenen Jahr zerbrochene Scheiben und Lärmbelästigung mehrten, müssen wir jetzt reagieren“, sagt auch Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland. Die Sperrstunde sei ein Baustein der Präventionsarbeit und solle das Sicherheitsgefühl der Korbacher wieder stärken. Das ist offensichtlich nötig: Denn immer öfter beschwerten sich Menschen bei der Stadt, die auf dem Weg zur Arbeit von pöbelnden Nachteulen belästigt wurden. „95 Prozent unserer gastronomischen Betriebe schließen ohnehin vor drei Uhr“, sagt Friedrich. Nur ein ganz kleiner Teil sorge für große Probleme.

Eines aber stellen Bürgermeister und Ordnungsamtsleiter klar: „Die Sperrzeit soll keine Spaßbremse sein.“ Ziel sei es nicht, das Feiern zu beschränken, sondern die negativen Auswüchse. Ab 1. März soll dann wieder drei Uhr als Sperrstunde gelten. Nach einer Probephase von einem Jahr will die Stadt dann gemeinsam mit Bürgern und Gastronomen wieder Bilanz ziehen.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 27. Januar


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