Leisten handfeste Hilfe: Die „Alten Herren“ aus Lengefeld packen an im Dorf. Bürgermeister Klaus Friedrich (l.) sagte die Unterstützung der Stadt zu. Foto: Lutz Benseler
„Wir können alles, aber müssen nichts“ ist sein Motto: Den ersten Arbeitseinsatz hat Lengefelds neuer Altherren-Club schon hinter sich. Die rastlosen Ruheständler bauten ein Geländer an der Straße in Höhe der „Alten Wiese“. Weitere Projekte hat die tatkräftige Truppe aber schon im Visier: So wollen sie einen alten Dorfbrunnen wiederherstellen, den Friedhof pflegen und Lengefeld an vielen Ecken herausputzen und so für die 975-Jahr-Feier 2011 auf Hochglanz polieren. „Die Gruppe ist kein fester Verein, sondern ein lockerer Zusammenschluss“, erklärt Ortsvorsteher Axel Bitter-Schwalenstöcker. Der Ortsbeirat hatte alle Lengefelder angeschrieben, die über 65 Jahre und somit im besten Rentenalter sind. Mehr als 20 Freiwillige fanden sich bei einem ersten Treffen ein und erklärten sich bereit, nach Rhenaer Vorbild handfeste Hilfe zu leisten. Zum festen Kern der „Alten Herren“ gehören zehn bis 15 gestandene Mannsbilder. Der Jüngste der Truppe ist 65 Jahre alt, der älteste 82. Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich sagte zu, dass die Stadt die „Alten Herren“ mit Material unterstützen wolle. Die ehrenamtlichen Helfer lieferten ein „klares Bekenntnis zum Ort“ ab und brächten eine „Menge handwerkliche Erfahrung“ mit ein, so das Stadtoberhaupt. Zuwachs ist übrigens gerne gesehen: „Wir freuen uns über jeden“, sagte Bitter-Schwalenstöcker. Die tatkräftige Truppe trifft sich immer dienstags um 14 Uhr an der Mehrzweckhalle. Wer Vorschläge für weitere Projekte hat, kann sich an den Ortsvorsteher wenden. Der Altherren-Club wird sie bestimmt in Angriff nehmen.
Eine Klage will er vermeiden, die angebotene Pauschal-Entschädigung von 11.000 Euro hält er aber nicht in jedem Fall für angemessen: Anwalt Andreas Widmann vertritt deutsche Passagiere des Kreuzfahrtschiffs, das vor einem Monat in Italien verunglückte. mehr