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Korbach will weiter investieren in Rückhaltebecken und Kanalisation

Gefahr durch Regenfluten wächst

Korbach (jk). Korbach will und muss weiter in den Hochwasserschutz der Innenstadt investieren. Ein neues Gutachten gibt Ansatzpunkte, damit starke Wolkenbrüche nicht die Innenstadt überfluten.
 

Rückblende: Am 7. Juli 2006 setzte ein Wolkenbruch das Parkhaus unter Wasser.

© Archiv

 Der 7. Juli 2006 ist vielen Korbachern noch mulmig im Gedächtnis: In einer halben Stunde stürzten nachmittags rund 60 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Im Parkhaus schwammen die Autos, unzählige Keller wurden überschwemmt, und die Kanaldeckel tanzten auf Fontänen. „Bei uns in Berndorf hat es damals gar nicht geregnet“, erinnerte Ulrich Gröticke diese Woche im Bauausschuss des Korbacher Parlaments. Dort präsentierte das Berndorfer Ingenieurbüro die Ergebnisse einer Hochwasser-Simulation für Korbach.

Die Ursachen für offenbar häufigere Überflutungen sind vielfältig. Wachsende Flächenversiegelung in den Städten, daraus resultierend eine überlastete Kanalisation, zum anderen auch der Klimawandel. Der bringt offensichtlich extremere Niederschläge mit sich, räumlich aber häufig eng begrenzt. Grötickes Fazit: „Die Gefährung hat sich verschärft.“ Die Ingenieure hatten deshalb von Juni bis Oktober 2009 zahlreiche Messpunkte in der Kernstadt installiert.Mit einem speziellen Computerprogramm lassen sich daraus Vorhersagen für die Zukunft errechnen.

Das Ergebnis ist deutlich: Korbach muss weiter in Hochwasserschutz investieren, um die wachsende Gefahr durch Starkregen zu begrenzen. Ausschließen lassen sich Überflutungen nie: Allein die Vorsorge gegen einen, statistisch gerechnet, Jahrhundertregen wäre für Städte und Gemeinden fast unbezahlbar teuer. Maßgabe für Kanäle und Bachläufe ist deshalb ein 30-jährlicher Gewitterguss.

Mehr lesen Sie in der WLZ  vom Freitag, 3.Februar


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