Glanzvolle Aufführung, vom Regen beeinträchtigt – die Akteure lieferten eine hervorragende Vorstellung ab, die Zuhörer wurden auf eine harte Belastungsprobe gestellt.Foto: Hennig
Verdis Gefangenenchor kennt so gut wie jeder, Nabucco als gesamtes Werk wird dagegen vergleichsweise selten an traditionellen Opernhäusern angesetzt. Schon deshalb versprach die Freiluftaufführung an der Willinger Mühlenkopfschanze ein ungewöhnliches Vergnügen, das allerdings von Anfang an durch anhaltenden Regen getrübt wurde. Doch auch nach dem Wunschkonzertklassiker im dritten Akt verließ keiner die Vorstellung, obwohl der Regen im Verlauf des Abends merklich zugenommen hatte. Die Gründe: hervorragende Sängerleistungen und ein selten gewordenes Vergnügen – eine traditionelle Opernregie mit eindrucksvollen lebenden Bildern. Langeweile kam trotzdem keine auf – zumal ein Dolch an der Kehle in historischen Kostümen nicht minder bedrohlich ist als in aktuellem Outfit.
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