Ende einer kurzen Flucht: Bulle „Max“ im Visier eines Polizeibeamten. Foto: Rüssel
Mit 15 Schüssen aus einer Maschinenpistole und einem Gewehr streckten zwei Polizisten das Tier nieder. Bulle „Max“ sollte gegen 10 Uhr von einem Aussiedlerhof im Bereich an „Hartmanns Bäumchen“ auf den Viehtransporter eines Korbacher Metzgers verladen werden. Der über eine Tonne schwere Vierbeiner riss sich los und stürmte davon. Weder dem Landwirt noch dem Metzger gelang es, das Tier zurückzuholen.
Da auch der Jagdaufseher nicht erreichbar war, riefen sie die Polizei zu Hilfe. Mit fünf Streifenwagen rückten die Beamten aus, um den Fluchtbereich des rotbunten Rindviehs einzugrenzen und abzusichern. Die Warnungen des Landwirts, „Max“ sei sehr aggressiv, bewahrheiteten sich. Der Bulle ließ keinen Menschen in seine Nähe kommen, sodass ein Einfangen unmöglich schien.
Als er dann auch noch drohte, in Richtung Wohngebiet „Holunderflosse“ auszubüxen, ordnete der Einsatzleiter der Polizei die Erschießung des Tieres an. Ein Tierarzt mit Spezialgewehr war nicht erreichbar, und so griff die Polizei zur Waffe. Mit Maschinenpistole und Gewehr setzten sie dem Leben von „Max“ ein Ende. Von mehreren Schüssen getroffen, sackte der Bulle zusammen, rappelte sich noch einmal kurz auf, ehe er endgültig zu Boden ging und mit einem Gnadenschuss „erlöst“ wurde. (hs)
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Kommentare
Bullenjagd_II Hetwi – 13.07.10
Zahlt der Steuerzahler "nur" den Einsatz oder auch den Bullen?Ich habe da so Vorahnungen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
unglaublich DI6 – 13.07.10
Mit Schwerverbrechern auf der Flucht und Kinderschändern wird zimperlicher umgegangen. Dies hier mutet eher so an als wäre dies für die Polizisten eine willkommene Abwechslung gewesen, wenn man an einem so heißen Sommertag schon Dienst schieben muss, dann doch mal ein richtiges Abenteuer. Da kann man den Kollegen am Stammtisch noch in Jahrzehnten von erzählen. (...) An Feigheit und Niedertracht nicht zu überbieten, was hier geschehen ist. Natürlich möchte jedes Individuum leben, so auch der Bulle, der vielleicht erahnt hat, was ihm bevor stehen sollte. Fleischessen ist pervers. Wer Fleisch isst hat eine Mitschuld an den Verbrechen, die tagtäglich an den Tieren begangen werden.Ein Teil des Kommentars wurde von der Redaktion gelöscht (siehe „Nutzungsbedingungen für Kommentare“ auf der WLZ-FZ-Hompage unten). Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
polizei dieter – 11.07.10
das auftreten der polizei ist jawohl mega peinlich!15 schüsse auf die entfernung und dann noch diese artistischen nummern wie auf dem dach des traktors liegen oder auf der motorhaube des polizei autos stehen.... mehr als peinlich diese aktion Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Entlaufener Bulle getötet mahatmanet – 10.07.10
Mit diesem Bullen wurde falsch umgegangen!Weder trägt er eine Augenblende, die in solchen Sachen vorgeschrieben ist (noch hat er einen Nasenring).
Außerdem gibt es eine Reihe sachkundiger Personen in einigen Forstämtern oder auch im Veterinäramt, die mit einem Betäubungsgewehr umgehen oder auch einen tödlichen Schuss anbringen können.
Das Maschinengewehrfeuer wirkt bei einem solchen Bullen wie die schmerzhaften Picadores bei Beginn eines Stierkampfes und machen diese Tiere erst recht wild. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Schusswaffengebrauch in der Öffentlichkeit Max aus Burgwald – 10.07.10
John Wayne lässt grüßen: Bereits vor Jahresfrist hat die heimische Polizei in Röddenau ein angeblich "wild" gewordenes Rind mit sage und schreibe acht Kugeln (!!!) niedergestreckt. Vielleicht sollte man die nächste Schießübung auf dem Dienstplan mal streichen und stattdessen viel lieber beim Kreisbauernverband einen Wochenendkurs belegen, der die Thematik "Wie fange ich entlaufendes Schlachtvieh wieder ein?" zum Inhalt hat.Auch in meinem Heimatort sind früher mitunter Tiere durchgegangen, die man z. B. zur Viehwaage treiben wollte. Allerdings wäre damals wohl niemand auf die Idee gekommen, die Tiere noch vor dem Metzger zu töten, zumall es sich um einen enormen "Wertgegenstand" gehandelt hat, wovon die Menschen hier ihren Lebensunterhalt betrieben haben. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
... Kreismeister – 10.07.10
1. Von den Polizisten wünsche ich mir etwas mehr Treffsicherheit. 15 Schüsse sind eindeutig zu viel.2. Von der WLZ wünsche ich mir eine tiefer gehende Recherche. Ich frage mich ob der Bulle noch geschlachtet werden darf oder zum Abdecker muss. Ich vermute es gibt eine EU Verordnung für Tiere die nicht im Schlachthof sterben. Wer bleibt auf den Kosten sitzen? Das wäre mal interessant. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
bullenjagd torrero – 09.07.10
schade das max es nicht bis pamplona geschafft hat, da wäre er wenigstens stilvoll von dannen gegangen. auge in auge mit seinem torrero. das passende temperament hatte er laut bericht.Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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