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Korbach

Das Wischi-Waschi beenden

Korbach (es). Für ein selbstbewusstes Auftreten von Christen gegenüber Muslimen hat Landesbischof Prof. Dr. Martin Hein bei einer Benefizveranstaltung des Rotary-Clubs Korbach-Bad Arolsen geworben.

Landesbischof Prof. Dr. Martin Hein mit Rotary-Präsident Willy Schaumburg (r.) beim Vortrag im Hotel Touric.

© Elmar Schulten

Mit einer Wischi-Waschi-Haltung ihrem eigenen Glauben gegenüber würden Christen von Muslimen nicht ernst genommen, stellte Bischof Hein vor rund 100 geladenen Gästen, darunter auch Abordnungen von Lions-Clubs aus dem Waldecker Land und dem angrenzenden Westfalen, im Hotel Touric fest: „Auch die Muslime wollen verstehen, wie wir‘s mit unserem Glauben halten. Dazu müssen wir wieder sprachfähig über Glaubensdinge werden. Dann nehmen uns die anderen auch ernst.“

Dabei räumte der Bischof ein, dass Religionen eine „gewaltige Sprengkraft“ haben können. Die gewalttätige Konfrontation unterlaufe die ehrliche Annäherung von Mensch zu Mensch. Im Gespräch jedoch könne beiden Seiten klar werden, dass man im Grunde von dem gleichen Gott rede. Der Begriff Allah bedeute im Arabischen nichts anderes als Gott. Das theologische Problem bestehe allenfalls in dem Missverständnis, dass der dreieinige Gott der Christen etwas mit Vielgötterei zu tun haben könne. Dem sei jedoch nicht so. Das gelte es, im theologischen Diskurs herauszuarbeiten.

Als Mitglied am Runden Tisch der Religionen in Deutschland und im Europäischen Rat religiöser Führer (European Council of Religious Leaders) bemüht sich Bischof Hein intensiv um den Dialog zwischen den Religionen. Problematisch sei es allerdings oft, wenn es darum gehe, eine verbindliche Verabredung zu treffen, weil der Großteil der Muslime gar nicht fest organisiert sei und somit keine offiziellen Ansprechpartner habe. So sei beim interreligiösen Gespräch ein differenzierter Blick nötig: Es gebe ebenso wenig „den Islam“ wie es „das Christentum“ gebe. Die Bereitschaft zum Dialog bedeute nicht, dass man alles hinnehmen müsse. Es könne nicht angehen, dass in einigen muslimischen Ländern schon der Besitz einer Bibel strafbar sei und dass im Namen des Islam Menschenrechte missachtet würden.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 23. März


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  • Das ist Wischiwaschi, Herr Bischof! Bruno Brunetty – 23.03.11
    "Im Gespräch könne beiden Seiten klar werden, dass man im Grunde von dem gleichen Gott rede." (Zitat) Das, Herr Bischof ist Wischiwaschi! Der Gott des Islam und der Gott der Bibel haben so gut wie nichts miteinander zu tun. Es geht hier nicht um Verachtung oder Überheblichkeit - sondern um "saubere und ehrliche" Theologie und Exegese. Der Vater Jesu Christi und der Gott im Islam sind so weit voneinander entfernt wie der Tag von der Nacht. Der Versuch einer Harmonisierung scheitert gründlich - allerdings nur, wenn man nicht "christlich liberal" bzw. "political correct" argumentiert. Wenn es angeblich um den selben Gott geht: Warum, bitte schön, sind alle christlichen Wurzeln dort radikal ausgerottet, wo der Islam herrscht, bzw. warum werden gerade jetzt die Christen in Ägypten - Irak - Iran usw so verfolgt? Kein Wischiwaschi bitte! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Täter aus der Kirche rostin – 23.03.11
    -
    von keinem gehört, der wegen Mißbrauch vor Gericht stand?
    -
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Ablenkung mit wischi-waschi Kirchen Beobachter – 22.03.11
    Der Bischof Dr. Hain, wäre sicher gut beraten, wenn er
    "wischi waschi" in seinen eigenen Reihen ehrlicher bekämpfen würde.

    Aber es ist ja auch viel leichter,
    stattdessen wieder mal einen Neben-Kriegsschauplatz zu bedienen,
    wenn man somit, von den Unzulänglichkeiten in den eigenen Reihen, dann lieber doch etwas ablenken kann.
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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