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In der JVA Kassel spricht der Kosovare über die Sorge um seine Frau und Kinder

Besuch bei Baskim Celic

Baskim Celic versucht, im Gefängnis in Kassel zu verstehen, was passiert ist. In Korbach regt sich unterdessen weiterhin großer Unmut über die Art und Weise, wie seine Familie bei der Abschiebung getrennt wurde.

Korbach. Baskim Celic sitzt auf einem der cremefarbenen Sofas, die im Familien-Besucherzimmer der Kasseler Justizvollzugsanstalt stehen. Das Zimmer ist geräumig. Durch zwei hohe Fenster kommt viel Licht hinein. Die Bediensteten der JVA versuchen, dem Raum mit wenigen Mitteln etwas Normalität zu verleihen. Sie haben Gardinen aufgehangen. Auch wenn die etwas altmodisch wirken, so lassen sie immerhin die Gitter nicht auf den ersten Blick erkennen.

An der Wand hängen zwei kleine Papierdrucke, in einer Ecke steht ein Tisch mit einer Bank und zwei Stühlen. Den meisten Platz nehmen die zwei cremefarbenen Sofas ein. Bis vor zehn Tagen hat Baskim mit seiner Frau, seinem Sohn Neda und seiner Tochter Nerdivana noch in Korbach gelebt. Die Roma-Familie aus dem Kosovo hatte gehofft, als Asylanten anerkannt zu werden – dann aber suchten Polizisten sie am frühen Morgen des 7. Februar in ihrer Wohnung in Korbach auf; der 30-Jährige stürzte sich vom Balkon, seine kranke Frau wurde mit den beiden Kindern noch am selben Morgen in Richtung Kosovo abgeschoben. Ein Justizvollzugsbeamter wird während des gesamten Gesprächs im Zimmer bleiben, das ist so üblich.

Er ist höflich und versucht sich, so gut es geht, im Hintergrund zu halten. Baskim Celic breitet, so weit es seine vergipsten Unterarme zulassen, auf dem Tisch vor ihm einige Schreiben von Justiz und Anwalt aus, eine Seite aus der WLZ-FZ – und einen Brief von der Berliner Schule in Korbach. „Sehen Sie. Die Schule hat mir geschrieben“, sagt er in etwas gebrochenem Deutsch – und fängt an zu weinen.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 17. Februar.


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