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Bad Arolsen

Verkehrswacht will Unfallzahlen weiter senken

Bad Arolsen. Der Ehrenvorsitzende der Kreisverkehrswacht und frühere Präsident der Landesverkehrswacht, Fritz Schubert, hat an die Entscheidugnsträger in Bund, Land, Kreis und Stadt appelliert nicht alle zuschüsse für die Verkehrssicherheitsarbeit zu kürzen oder gar zu streichen. Es sei schwer, eine ehrenamtliche Organisation für die Verkehrssicherheit aufrecht zu erhalten, wenn von allen öffentlichen stellen die Zuschüsse gekürzt würden. Es fehle nicht mehr viel, dann müsse der Verkehrsunterricht an den Gymnasien in Bad Wildungen und Bad Arolsen gestrichen werden.

Übergabe des Verkehrssicherheitspreises in Bronze an Polizeihauptkommissar Jürgen Hildenbeutel. Links: Verkehrswacht-Präsident Klaus Ruppelt, rechts Fritz Schubert. Foto: Schulten

Dass es immer noch engagierte Kämpfer für die Verkehrssicherheit gibt, wurde bei der Übergabe des Verkehrssicherheitspreises durch den Präsidenten der hessischen Landesverkehrswacht, Klaus Ruppelt, deutlich: Hauptkommissar Jürgen Hildenbeutel erhielt die kristallförmige Auszeichnung für seine ungezählten Einsätze unter dem Titel „Die letzte Sekunde“. Bei diesem – ursprünglich von Fritz Schubert angestoßenen und von Hildenbeutel weiterentwickelten – Programm werden junge Fahranfänger mit den Abläufen unmittelbar vor einem tödlichen Unfall konfrontiert.
Die Reaktionen der Jugendlichen sind bisweilen so drastisch, dass sie zusammenbrechen und von Sanitätern betreut werden müssen. Am Ende aber haben alle verstanden, wie schnell ein unachtsamer Moment am Steuer eines zu schnell fahrenden Autos zur tödlichen Falle werden kann. Hildenbeutel ist mit seinen Schulungen nicht nur in Hessen, sondern in ganz Deutschland unterwegs. Die hessischen Herbstferien verbringt er dienstlich in Südtirol, wo er bei 20 Vorträgen norditalienische Schüler mit dem realitätsnahen Programm konfrontiert. Anfang November sind zwei große Vortragsveranstaltungen unter dem Stichwort „Die letzte Sekunde“ für Korbacher Schüler geplant.
Der von der Auszeichnung sichtlich überraschte Hildenbeutel versprach, sich auch in Zukunft für die Verkehrserziehung einzusetzen. Auch wenn die Zahl der Unfalltoten einen vergleichsweise niedrigen wert erreicht habe, müsse doch festgehalten werden, dass jeder Tote und jeder Verletzte einer zu viel sei. Das müsse noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden.
Der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, Rolf Crone, freute sich zusammen mit den anderen ehrenamtlichen Helfern der Verkerhswacht über die praktischen neuen Räumen in der alten Wache der ehemaligen Kaserne. Hier könnten sämtliche Gerätschaften zentral untergestellt werden. Ein wichtiger Wunsch bleibe aber noch immer unerfüllt: Die Kreisverkehrswacht wünscht einen richtigen Verkehrsübungsplatz. Ein geeignetes Gelände mit 1,5 Kilometern Asphaltstraßen befindet sich nur einen Steinwurf von der alten Kaserne entfernt im ehemaligen Munitionsdepot. Hier könnte der Magistrat der Stadt, Vielleicht zusammen mit anderen Kommunen und Landkreis helfen. Immerhin geht es auch hier um die Verkehrssicherheit.


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